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Dettelbach (Dettelbach)
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Dettelbach ist der Hauptort der Stadtgemeinde Dettelbach im Landkreis Kitzingen (Unterfranken, Bayern).cite-ref-3[3] Er bildet heute, als einwohnerreichster und grĂśĂter Gemeindeteil, den Mittelpunkt der politischen Gemeinde Dettelbach. Durch die FĂźrstbischĂśfe von WĂźrzburg stieg der ehemalige Meierhof im 15. Jahrhundert zu einer städtischen Siedlung auf. Die FĂśrderung machte Dettelbach zu einem Amtssitz mit zentralem Charakter fĂźr die Orte der Umgebung. Erst im 19. Jahrhundert verlor die Stadt diese Funktionen.
Bekannt ist die Stadt insbesondere fßr ihre jahrhundertealte Wallfahrtstradition. Seit dem 16. Jahrhundert suchen Menschen ein vermeintlich wundertätiges Gnadenbild auf. Im Zuge der Gegenreformation wurde diese Pietà im beginnenden 17. Jahrhundert mit einer Kirche umgeben. Noch heute bildet die Wallfahrt zur Dettelbacher Maria-im-Sand-Kirche das bedeutendste Anlaufziel fßr Pilger in der DiÜzese Wßrzburg. Die Wallfahrt brachte dem Ort Reichtum. In Dettelbach siedelten sich Wachszieher fßr die Votivkerzenproduktion an, die auch Honig produzierten und eine eigene Lebkuchentradition etablieren konnten.cite-ref-4[4]
Neben der Wallfahrt zieht heute auch die erhaltene, frĂźhneuzeitliche Altstadt Touristen an. Kunsthistorisch besonders bedeutsam ist das Rathaus im Zentrum der Siedlung. Der Weinbau spielt heute keine wirtschaftliche Rolle mehr, ist aber fĂźr die kulturelle Identität der Stadt von einiger Bedeutung. Dettelbach bildet durch seine Lage am Main das VerbindungsstĂźck zwischen der Weinbaustadt Volkach und der alten Weinhandelsstadt Kitzingen, weswegen insbesondere der Fahrradtourismus eine groĂe Rolle spielt.
Contents
⢠Geografie
⢠Gemarkung
⢠Ortsgliederung
⢠Schutzgebiete
⢠Geschichte
⢠Frßhe Neuzeit
⢠Ortsname
⢠Wappen
⢠Politik
⢠Baudenkmäler
⢠ZwÜlf Mßhlen
⢠Sternbräu
⢠Museen
⢠Sagen
⢠Wirtschaft
⢠Verkehr
⢠Bildung
⢠Ehrenbßrger
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geografie
Gemarkung
Die Gemarkung Dettelbach hat eine Fläche von 16,490 km². Sie ist in 4305 Flurstßcke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 3830,44 m² haben.cite-ref-gemarkung-1-1[1]cite-ref-5[5]
Geografische und naturräumliche Lage
Dettelbach liegt im SĂźdosten des Gebietes der politischen Gemeinde. Die Gemeindeteile ordnen sich halbkreisfĂśrmig um die Stadt an. Im Norden beginnt die Gemarkung von BrĂźck, nordnordĂśstlich ist Neuses am Berg zu finden. Im Osten beginnt das Gebiet des Marktes Schwarzach am Main, der einzige linksmainische Gemeindeteil Schwarzenau liegt Dettelbach am nächsten. SĂźdĂśstlich, getrennt durch den Main, erhebt sich HĂśrblach, das ebenfalls ein Schwarzacher Gemeindeteil ist. Im SĂźden, ebenfalls auf der anderen Mainseite, ist der Dettelbacher Gemeindeteil Mainsondheim zu finden. SĂźdsĂźdwestlich stoĂen die Gemarkungen der Gemeinde Mainstockheim und Dettelbach aneinander. Im Uhrzeigersinn schlieĂen sich die Dettelbacher Gemeindeteile Bibergau (Westen), Euerfeld (Nordwesten) und Schernau (Nordnordwesten) an.
Naturräumlich liegt Dettelbach am Ăbergang zweier Räume innerhalb der Mainfränkischen Platten. Der GroĂteil der Altstadt und der Neubaugebiete sind im Kitzinger Maintal zu finden, das sich als Flusstalabschnitt mit steilem Westhang und flachem Osthang präsentiert. Bei Dettelbach geht der Talabschnitt langsam in das Schwarzacher Becken Ăźber, sodass insbesondere die Ăśstlichen, flussnahen Bereiche der Gemarkung wesentlich flacher erscheinen. Die nĂśrdliche Gemarkung ist dagegen Teil der Gäufläche im nĂśrdlichen Maindreieck. Die Landschaft zeichnet sich durch ihre kleinen Bäche aus, die ohne tiefe Kerbtäler zu bilden, in Richtung Main abflieĂen.
Die Stadt liegt in der Maingauklimazone, die zu den trockensten und wärmsten Klimazonen in Deutschland zählt. Das erklärt auch den Weinbau in der Umgebung. Das Kleinklima im Kitzinger Maintal verstärkt diese Tendenzen weiter. Insgesamt gibt es hier entlang des Maines relativ geringe Jahresniederschläge, zugleich weist das Gebiet im Sommer ein sehr hohes Temperaturmittel auf. Geologisch ßberwiegen auf der Westseite des Maines LÜsssande, der Anstieg zu den Gäuflächen wird von LÜsslehm dominiert.
Hydrologisch wird Dettelbach vom Main geprägt. Der Fluss flieĂt in einem langgestreckten Bogen von Osten nach SĂźden und bildet zugleich die Grenze der Gemarkung. Historisch bedeutsamer fĂźr die Stadtentwicklung als der schiffbare Strom ist allerdings der namensgebende Bach Dettel (oder Dettelbach). Er flieĂt von Norden her kommend in Richtung der Altstadt und versorgte mehrere zur Stadt gehĂśrigen MĂźhlenbetriebe. Der Dettelbach teilt bis heute die Altstadt in zwei Teile und mĂźndet schlieĂlich bei Flusskilometer 294 in den Main.
Daneben prägen mehrere kleinere Gewässer die Gemarkung von Dettelbach. Der Gembachsgraben mĂźndet aus westlicher Richtung in der Dettelbach, genauso wie der Bibergauer MĂźhlbach, der sich bereits am Rande der nĂśrdlichen Altstadt mit dem Dettelbach vereinigt. SĂźdlich flieĂt der Tirschgraben direkt in den Main. AuĂerdem bildet der Rotamergraben den Grenzbereich zur Gemarkung der Gemeinde Mainstockheim. Der Osten der Gemarkung wird dagegen von mehreren, unbenannten Gräben durchzogen, die teilweise unterirdisch gefĂźhrt werden.
Ortsgliederung
Die Dettelbacher Altstadt liegt im SĂźden der Gemarkung. Sie war ein mittelalterlicher und frĂźhneuzeitlicher Verkehrsknotenpunkt mit zeitweise fĂźnf Toren, von denen sich noch zwei erhalten haben. Die Altstadt weist eine markante Zweiteilung auf, der ältere Ostteil wird von der Pfarrkirche dominiert, im Westen siedelte man das Spital an. Der Dettel-Bach, der der Stadt den Namen gab, flieĂt mittendurch. Die Stadt blieb viele Jahrhunderte auf das ummauerte Areal beschränkt. Lediglich ganz im Norden entstand vor dem DreiĂigjährigen Krieg die sogenannte KĂźhngasse als Vorstadt auĂerhalb der Mauern. â siehe auch: KĂźhngasse (Dettelbach)
Seit dem 16. Jahrhundert besteht die Wallfahrt zur heiligen Muttergottes von Maria im Sand. Die Wallfahrtskirche liegt heute, Üstlich der Altstadt, inmitten der Neubaugebiete des 20. Jahrhunderts. Bereits im 19. Jahrhundert wuchs die Stadt insbesondere im Nordwesten und Osten aus der Ummauerung heraus. Zwischen Altstadt und Wallfahrtskirche entstand ein kleines Krankenhaus und die Verwaltungsbauten fßr das Landgericht Dettelbach. Um die Wallfahrtskirche legte man, ebenfalls im 19. Jahrhundert den städtischen Friedhof an.
Die nÜrdliche Gemarkung Dettelbachs wird noch heute von den charakteristischen Mßhlenbauten dominiert. Der Dettel-Bach und der Bibergauer Mßhlbach trieben zeitweise zwÜlf Mßhlen an, von denen heute keine mehr in Betrieb ist. Im Jahr 1900 wurde in unmittelbarer Nähe zur Kßhngassenmßhle der Bahnhof Dettelbach Stadt eingeweiht. Er verband den Ort mit der Haltestelle Dettelbach Bahnhof, der auf Effeldorfer Gemarkung verortet ist. Das Bahnhofsgebäude ist seit 1960 entwidmet und zum Wohnhaus umgewandelt.
Dettelbach besitzt ein groĂes Industriegebiet, das etwas entfernt von der Altstadt im äuĂersten SĂźdosten der Gemarkung am Main errichtet wurde und den Namen Dettelbach-Ost trägt. Zuvor hatte man im gleichen Areal die Staustufe Dettelbach im kanalisierten Main erbaut. Im Zuge der Stauung entstand der sogenannte Kleidersee sĂźdĂśstlich der Altstadt. Es handelt sich um einen Baggersee, der nach wie vor vergrĂśĂert wird. Die einzige, grĂśĂere Parkanlage liegt sĂźdlich der Altstadt und verbindet diese mit dem Main.
Um die heutige Stadt existieren auch landwirtschaftlich genutzte Gebiete. Die Weinberge beschränken sich heute weitgehend auf die sĂźdlich der Stadt aufragenden Herz-Jesu-HĂśhe, JosefshĂśhe und den Krackenberg. Ausgedehnte Feldflächen schlieĂen sich im Nordosten der Altstadt unmittelbar an die bebauten Areale an. Insbesondere der Galgenberg, der historische Richtplatz der Stadt, und der GeiĂberg im Osten des Stadtgebiets werden von Getreidefeldern dominiert.
Schutzgebiete
Obwohl Dettelbach viele von den NaturschutzbehÜrden eingetragene Schutzgebiete besitzt, besteht um die Stadt kein einziges echtes Naturschutzgebiet. Stattdessen haben sich, insbesondere entlang des Dettelbaches im Norden der Stadt, dem Bibergauer Bach und den westlichen Mainauen, viele Biotope erhalten. Insbesondere die mesophilen Gebßsche, Streuobstwiesen und Hecken stehen unter Schutz. Der Main im Sßden der Altstadt wird dagegen von einem Auwaldstreifen gesäumt. Geschßtzt sind auch die Naturdenkmäler um Dettelbach. Es handelt sich um eine alte Hecke entlang des Wallfahrtsweges zur Sandkirche sowie einen alten Baum am Sommeracher Weg.
Das ausgedehnte Vogelschutzgebiet âMaintal zwischen Schweinfurt und Dettelbachâ endet in der Gemarkung der Stadt. Den Endpunkt bildet die Staustufe, deren Anlage die Kulturlandschaft um sie herum stark veränderte. Deshalb ist auch der Mainabschnitt zwischen Dettelbach und Mainsondheim nicht geschĂźtzt. Zu einem Fauna-Flora-Habitat erklärte man dagegen den sĂźdlichsten Abschnitt des Mains. Es ist Teil des ausgedehnten Schutzgebietes âMainaue zwischen Grafenrheinfeld und Kitzingenâ.
Geschichte
Vor- und FrĂźhgeschichte
Die Umgebung von Dettelbach besitzt eine lange Siedlungsgeschichte. Allerdings haben sich in der Gemarkung der Stadt nur wenige Bodendenkmäler erhalten. Lediglich im SĂźdwesten des Stadtgebietes ist eine grĂśĂere Fläche bereits seit Jahrtausenden zumindest zeitweise dauerhaft besiedelt gewesen. Weitere Areale nĂśrdlich der Staustufe sind heute vom Wasser des Kleidersees bedeckt. Hier grub man sogar Klingen, Schaber und Kratzer der Altsteinzeit aus. Aus der mittleren Steinzeit haben sich sogenannte Mikrolithen erhalten, die darauf verweisen, dass der Main an dieser Stelle ein Rastplatz fĂźr nomadische Gruppen war.
Im Laufe der Jungsteinzeit begannen die Menschen sesshaft zu werden. Nun siedelten sich auf dem Krackenberg erstmals dauerhaft Menschen auf Dettelbacher Gebiet an. Der Siedlungsplatz an der Staustufe blieb nun während der Bronzezeit, der Urnenfelderzeit, der Hallstattzeit, der Latènezeit und der VÜlkerwanderungszeit nahezu durchgängig besiedelt. Geplante Ausgrabungen wurden 1978/1979 vorangetrieben, weil in den folgenden Jahren das Ausbaggern des Sees begann.cite-ref-6[6]
Lebten während der jĂźngeren Eisenzeit noch keltische Stämme in der Gegend um die heutige Stadt, wurden diese bis ins 2. nachchristliche Jahrhundert von den Alemannen verdrängt. Diese machten um das Jahr 260 den Burgunden Platz, die bis ins 4. Jahrhundert zwischen Main und Dettelbach siedelten. Ab dem 6. Jahrhundert begannen fränkische Stämme von Westen kommend in das Gebiet vorzustoĂen und verdrängten die etablierte BevĂślkerung langsam. Die Franken brachten das Christentum an den Main mit und etablierten erste Verwaltungsgrenzen, die sogenannten Gaue. Die Gegend um Dettelbach kam zum Gotzfeldgau. Um 700 besiedelten die Franken die Stelle der heutigen Stadt.
FrĂźh- und Hochmittelalter
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Dettelbach als eine der ersten Gemeinden im heutigen Landkreis Kitzingen. Im Jahr 889 tauchte der âfiscus dominicus Thetilabahâ in der Stiftungsurkunde des Bistums WĂźrzburg auf, die allerdings auf die Jahre 741/768 rĂźckdatiert wird. An der Stelle der heutigen Pfarrkirche bestand ein fränkischer Meierhof, der von Leibeigenen des KĂśnigs bewirtschaftet wurde. Die Lage des Hofs auf einer Geländeerhebung diente zur Ăberwachung und Sicherung des sĂźdlich gelegenen MainĂźbergangs. Dem Hof wurden schnell die Ausbauorte Mainsondheim (= MainsĂźdheim) und Ostheim (am Rennfurt) zugeordnet.cite-ref-7[7]
Der Meierhof in Dettelbach war kirchlich nicht selbstständig, sondern wurde der Urpfarrkirche im nahen Prosselsheim zugeordnet. In den folgenden Jahrhunderten verschwand der Hof Dettelbach allerdings aus den Quellen. Ăhnlich wie bei den Orten der Umgebung wird Dettelbach dem KĂśnig entfremdet worden sein, wodurch aufstrebenden Institutionen wie KlĂśstern oder Adelsgeschlechtern ein Zugriff auf die Besitzungen ermĂśglicht wurde. Um 750 soll der Meierhof an das Benediktinerinnenkloster Kitzingen gelangt sein.
Nachweisbar ist Dettelbach erst wieder im Jahr 1101. Damals erschien mit Helmrich von Tetilabach ein neuer Machtfaktor in der Region. Die Ritter bewohnten den ehemaligen fränkischen KÜnigshof in Dettelbach und wandelten diesen in eine Burg um (Burgstall Dettelbach). Die Dettelbacher Ritter tauchten häufig in Urkunden als Zeugen auf. Sie waren als Ministeriale den Grafen von Hohenlohe zugeordnet und mussten diesen Kriegsdienste leisten. Die Grafen von Hohenlohe waren noch im 14. Jahrhundert in Dettelbach begßtert.
Insbesondere der Machtverlust des Hochstifts WĂźrzburg, das ebenfalls an der Siedlung und Burg am Main interessiert war, fĂźhrte im Jahr 1357 zu einer umfassenden Verpfändung an die Ritter von Tetilabach. Sie herrschten nun Ăźber weite Teile des Ăśstlichen Maindreiecks, wobei ihr Stammsitz, die Dettelbacher Burg, den Mittelpunkt der ausgedehnten GĂźter bildete.cite-ref-8[8] 1390 besaĂen sie bereits die Hälfte des Dorfes Dettelbach, wobei das Hochstift nach wie vor die Oberherrschaft beanspruchte.
Die Ritter verloren allerdings schnell an Einfluss, was vielleicht auch an biologischen Zufällen lag. Um 1560 soll das Rittergeschlecht ausgestorben sein. Um 1450 erwarb das Kloster St. Stephan aus WĂźrzburg groĂe Teile des ritterlichen Besitzes. Auch andere BenediktinerklĂśster rangen um den Einfluss in diesem Gebiet. 1475 holte sich das Kloster St. Stephan auch die alten Rechte der Benediktinerinnen von Kitzingen Ăźber Dettelbach. Gleichzeitig begann auch das Hochstift WĂźrzburg, sich wieder vermehrt in der Region zu engagieren.cite-ref-9[9]
Spätmittelalter: Stadterhebung
FĂźrstbischof Rudolf II. von Scherenberg fĂśrderte die groĂe Ansiedlung am Main, indem er Dettelbach 1482 eine detaillierte âPolizeiordnungâ verlieh. Um seinen Einfluss zu festigen, setzte sich der Prälat bei Kaiser Friedrich III. fĂźr die Verleihung des Stadtrechts ein. Im Jahr 1484 erhielt Scherenberg schlieĂlich die Erlaubnis, sein Dorf Dettelbach zur Stadt zu erheben und mit dem Marktrecht auszustatten. Die Stadterhebung bildete den Beginn einer langen BlĂźtephase, die nahezu das gesamte 16. Jahrhundert prägte.
Während des Deutschen Bauernkrieges 1525 schlossen sich die Dettelbacher den Aufständischen, die aus Stadtschwarzach die Stadt erreichten, an. Nach der Niederschlagung des Aufstandes wurden fßnf Rädelsfßhrer in der Stadt selbst enthauptet. Zwei weitere wurden in Wßrzburg exekutiert. Der Aufstand unterbrach die Aufwärtsentwicklung der Stadt nicht. Bereits um 1512 war das heutige Rathaus fertiggestellt worden. Es verband die ältere Burgsiedlung im Osten mit dem jßngeren, westlichen Stadtgebiet.
An die Stelle der Burg bzw. des Meierhofes war bereits seit dem Beginn des 15. Jahrhunderts ein Gotteshaus getreten. Die Augustinuskirche wurde um 1465 zur Pfarrkirche erhoben und in den folgenden Jahrzehnten ihrem neuen Rang entsprechend ausgebaut. Eine Stadtbefestigung in Dettelbach wurde 1532 erstmals erwähnt. Die Verantwortlichen nahmen sie wohl unmittelbar nach der Stadterhebung in Angriff. Dettelbach besaà fßnf Tore, wobei der Handel insbesondere zwischen Wßrzburg und Bamberg durch das Steig- bzw. das Neutor ablief.cite-ref-10[10]
Dettelbach stieg im Zuge der Stadterhebung aber auch zu einem zentralen Ort auf. Rudolf von Scherenberg erklärte die Stadt auch zu einem Amtssitz fßr mehrere Orte der Umgebung. Zum Amt gehÜrten Brßck, eine Hälfte von Schnepfenbach, Neuses am Berg, Mainstockheim und ab 1551 auch HÜrblach. Das kleine Ostheim am Rennfurt war nur kurze Zeit Teil des Amtsbereichs und wurde noch im 16. Jahrhundert aufgegeben. Seit 1460 wurde Dettelbach sukzessive zum Sitz eines Archidiakons des Bistums Wßrzburg aufgebaut und erhielt auch aus kirchlicher Sicht zentralen Charakter.cite-ref-11[11]
FrĂźhe Neuzeit
Im Jahr 1506 begannen auch die ersten Pilger nach Dettelbach zu ziehen. Ihr Ziel war ein wundertätiger Bildstock mit einer Pietà . Bereits 1504 hatte der Melkendorfer TagelÜhner Nikolaus Lemmerer durch das Dettelbacher Gnadenbild Linderung von seinen Leiden erfahren. Kurze Zeit später entstand um den Stock bereits eine kleine Kapelle. Der Thesenanschlag Martin Luthers 1517 und der Beginn der Reformation unterbrachen die Dettelbach-Wallfahrt allerdings bald wieder, weil auch in der wßrzburgischen Stadt die neue Lehre viele Anhänger fand.
Eucharius Sang, der Weihbischof des WĂźrzburger FĂźrstbischofs, schrieb 1608 Ăźber Dettelbach und seine Wallfahrt: â[E]s hatte seine BerĂźhmtheit und seinen Ruf in den verflossenen Jahren fast vollständig verloren, damals in Franken und ganz Deutschland der katholische Glaube und religiĂśses Leben fast erloschen war.â Erst der Regierungsantritt des Bischofs Julius Echter von Mespelbrunn änderte diese Situation. Durch ZwangsmaĂnahmen fĂźhrte er die meisten Einwohner zum Katholizismus zurĂźck und lieĂ die Ăźbrigen aus der Stadt weisen. Echter gilt auch als der Erneuerer der Wallfahrt, fĂźr die er eine groĂe Kirche erbaute. Um die PilgerstrĂśme zu betreuen, siedelte er ein Kloster der Franziskaner neben der Kirche Maria im Sand an.cite-ref-12[12]
Die Wallfahrt, die bald zur wichtigsten im WĂźrzburger Bistum aufsteigen sollte, veränderte das frĂźhneuzeitliche Dettelbach grundlegend. Es entstanden Gaststättenbetriebe in der Stadt, die den Reisenden Herberge bieten konnten. AuĂerdem siedelten sich Wachszieher fĂźr die Kerzenproduktion an. Die Wallfahrt fĂźhrte zu einem wirtschaftlichen Aufschwung, der allerdings durch den DreiĂigjährigen Krieg einige Zeit unterbrochen wurde, aber nach dem Ende der Auseinandersetzung wieder auflebte.
Nachdem Dettelbach auch nach Kriegsausbruch noch einige Jahre von Kampfhandlungen verschont blieb, eroberten im Jahr 1631 die protestantischen Schweden das katholische Fßrstbistum. Die Stadt wurde kampflos ßbergeben, weil die mittelalterlichen Stadtmauern den Geschßtzen der Schweden nichts entgegenzusetzen hatten. Aufgrund der Nähe Dettelbachs zum Mainßbergang bei Schwarzenau richtete das schwedische Heer eines seiner Hauptquartiere in der Stadt ein. Es kam zu Plßnderungen, sodass auch der Franziskanerkonvent bei der Wallfahrtskirche nur noch von wenigen MÜnchen besetzt war.
Erst 1648 endete der lange Krieg. Während der dreiĂigjährigen Auseinandersetzung hatten viele Orte aber GelĂźbde abgelegt. Sie wollten in besseren Zeiten zur Dettelbacher Madonna pilgern. Deshalb profitierte insbesondere die Wallfahrt vom Kriegsende. Dettelbach wuchs, vor allem die westlichen Stadtteile wurden mit Steinbauten bereichert. Vor dem Krieg war noch der Fachwerkbau vorherrschend gewesen.cite-ref-13[13] Das Wachstum fĂźhrte zu einer vermehrten Rodungstätigkeit auf den Fluren der Gemeinde. Bis 1795 verschwanden fast alle grĂśĂeren Waldungen.
Neuzeit: In Bayern
Nachdem Napoleon Bonaparte im Jahr 1802 die linksrheinischen Gebiete, die zu Bayern gehĂśrten, seinem neuen Kaiserreich zugeschlagen hatte, musste er die VerbĂźndeten Bayern irgendwie entschädigen. Dies gelang ihm, indem er die seit dem Mittelalter existierenden geistlichen Territorien 1803 säkularisierte und in Kurpfalzbayern eingliederte. Dettelbach, Teil des alten Hochstifts WĂźrzburg, wurde bayerische Stadt. Mit dem Frieden von PreĂburg erhielt am 26. Dezember 1805 Ferdinand, GroĂherzog von Toskana, WĂźrzburg. Er errichtete das GroĂherzogtum WĂźrzburg, das allerdings nur wenige Jahre Bestand hatte.
Nach Absprachen zwischen Ăsterreich und dem jungen bayerischen KĂśnigreich verlieĂ Ferdinand 1814 WĂźrzburg. Am 21. Juni 1814 wurde die Stadt und damit ihr Umland endgĂźltig Teil des KĂśnigreichs Bayern. Trotz der Zwischenzeit im WĂźrzburger GroĂherzogtum erhielt Dettelbach ein Landgericht und ein Rentamt. 1811 war Dettelbach Sitz eines Dekanats geworden, das aus dem alten Archidiakonat entstand. Damit gelang es der Stadt sich die jahrhundertealte Zentralität zu bewahren. Die Folge war neuerliches Wachstum. 1844 wurde vor dem Steigtor das erste Haus gebaut und die Befestigung endgĂźltig ihrer ursprĂźnglichen Schutzfunktion beraubt. â siehe auch: Dekanat Dettelbach
Bereits 1862 muss aber die Stadt die Funktion als Landgerichtssitz aufgeben. Stattdessen wird das nahe Volkach nun zum Hauptort aufgewertet. In den folgenden Jahrzehnten setzte sich der Bedeutungsverlust weiter fort. 1872 gelangte die Stadt und ihr Umland an das Bezirksamt Kitzingen. In den 1870er Jahren beginnt man damit, drei der fĂźnf Stadttore abzureiĂen. Um die Stadt siedelten sich weitere Menschen an. Im Jahr 1885 beginnt der Aufbau der Sternbräu vor dem Faltertor, 1899 errichtete man in Sichtweite auĂerdem das neue Amtsgerichtsgebäude, das heute als Rathaus dient.
Mit dem Bau der Lokalbahn Dettelbach Bahnhof-Dettelbach Stadt wurde die Stadt im Jahr 1900 an den Eisenbahnverkehr angeschlossen. Die Nebenstrecke zweigt bei Effeldorf von der Hauptstrecke ab und endet am Bahnhof im Nordwesten der Altstadt. Bereits 1960 wurde die Strecke stillgelegt. Im Jahr 1908 erhielt Dettelbach ein eigenes Krankenhaus, das noch bis in Betrieb blieb. Im gleichen Jahr gelang der Bau einer Wasserleitung und die Anlage einer Kanalisation. 1910 war Dettelbach an das Stromnetz angeschlossen worden.
Mit der Verlegung des Rentamtes 1914 nach Kitzingen verlor Dettelbach weitere zentrale Funktionen. 1943 folgt mit dem Amtsgericht die letzte ĂźberĂśrtliche BehĂśrde. Im Ersten Weltkrieg starben insgesamt 96 Dettelbacher, im Zweiten Weltkrieg verlor die Stadt 123 Männer. Die Zwischenkriegszeit ist von der Kanalisierung des sogenannten âRinnenbachsâ geprägt, der bisher offen durch die Altstadt floss. Die Altstadt selbst wird erst 1956 bis 1958 entlastet, als die UmgehungsstraĂe errichtet wurde.
1962 wurde die ehemalige Synagoge abgebrochen. Die jĂźdische Gemeinde, die seit dem Jahr 1423 urkundlich in der Stadt nachweisbar ist, besaĂ das Bethaus seit dem Jahr 1862. Hier war auch eine Schule mit zwei Räumen und die Vorsängerwohnung untergebracht. Nachdem im Jahr 1900 noch Ăźber 100 Personen jĂźdischen Glaubens in der Stadt gelebt hatten, sank ihr BevĂślkerungsanteil in den folgenden Jahrzehnten. 1933 hatte die Dettelbacher Gemeinde allerdings noch 39 Mitglieder. Kein Gemeindemitglied Ăźberlebte den Holocaust. â siehe auch: JĂźdische Gemeinde Dettelbach und JĂźdischer Friedhof (Dettelbach)
In den 1970er Jahren gelang es Dettelbach wieder zum zentralen Ort fĂźr die Gemeinden des Umlandes aufzusteigen. Durch die Gemeindegebietsreform in Bayern kamen zwĂślf Gemeindeteile aus neun ehemaligen Gemeinden an die Stadt, die nun zum Hauptort der GroĂgemeinde wurde.cite-ref-14[14] 1984 wurde mit dem Kreiskrankenhaus Dettelbach auch die medizinische Versorgung in die grĂśĂeren Orte Kitzingen bzw. Volkach verlegt. Die Stadt ist heute als Grundzentrum Teil der Planungsregion WĂźrzburg.
Ortsname
Der Ortsname Dettelbach spielt auf die Lage des Ortes am gleichnamigen Bach an. Die Endung -bach verweist auf eine GrĂźndung in den Jahrhunderten nach der fränkischen Landnahme, als diese Benennungen nach den kleineren FlĂźssen in Mode kam (sogenannte MĂźndungsnamen). Dettelbach wurde wohl im 8. Jahrhundert besiedelt. Das Präfix Dettel- wird von der älteren Literatur mit einem Frankenherzog Dietlieb in Verbindung gebracht. Die jĂźngere Ortsnamenforschung verweist auf einen Frauennamen und setzt Dettelbach mit der Merowingerin âTheudilaâ bzw. âTheatilaâ in Beziehung.cite-ref-15[15] Neuere Untersuchungen verweisen auf eine Ableitung vom Wort tändeln, was einen spielerisch geschwungenen Bach beschreiben wĂźrde.cite-ref-16[16]
Erstmals urkundlich erwähnt wurde âThetilabachâ im Jahr 741. Die Bezeichnung hat sich in einer Urkunde des Jahres 889 erhalten. Der Ortsname wurde von der Familie der Ritter von Tetilabach das Mittelalter hindurch ebenfalls aufgegriffen. Der Name war viele Jahrhunderte lang groĂen Veränderungen ausgesetzt. 923 tauchte der Name âTettilebahâ auf, 1040 wurde âTettilbachâ genannt. Im Jahr 1383 nannte man den Ort âTettelbachâ. Der heutige Name entstammt einer Urkunde von 1487.
In den Schwänken von Hans Sachs wurde der Handlungsort âDĂśtschelbachâ genannt. Sachs spielt damit auf das frĂźhneuhochdeutsche âdĂśtschâ an, das als frĂźher Neckname die vermeintliche Dummheit der hier lebenden Menschen beschreiben soll. Die Dettelbacher werden bis heute im Umland mit Necknamen belegt. Die Nähe zum Main fĂźhrte zur Bezeichnung als MainscheiĂer (mfr. Mee'schaiĂÉr) und das vermeintliche Defäkieren in den Fluss.cite-ref-17[17]
Verwaltung und Gerichte
Wappen
Politik
Von der Stadt zum Hauptort
Nach der Stadterhebung nahm Dettelbach eine Sonderstellung unter den Gemeinden am Maindreieck ein, die sich auch in der Verwaltung der Stadt niederschlug. Der Wßrzburger Fßrstbischof ernannte einen Schultheià aus den Reihen der Bewohner, der den Herren vor Ort vertrat. Die Dettelbacher Bßrger stellten diesem ihre gewählten Bßrgermeister und den Stadtrat entgegen. Um Bßrger zu werden, musste vor Schultheià und Bßrgermeister ein Eid geschworen und eine Gebßhr gezahlt werden.
Die frßhneuzeitliche Verwaltung und ihre Durchsetzung war aber stark von den jeweils eingesetzten Personen abhängig. Der ebenfalls vom Fßrstbischof ernannte Amtskeller sammelte Steuern und Naturalabgaben ein. Der (Ober-)Bßrgermeister hatte dagegen lediglich finanzpolitische Aufgaben, während der Unterbßrgermeister als städtischer Baumeister fungierte. Der Stadtrat von Dettelbach bestand aus zwÜlf Männern, die zugleich als SchÜffen im Stadtgericht auftraten.cite-ref-19[19]
| Liste der BĂźrgermeister der Kernstadt Dettelbach (1900â1982) | Liste der BĂźrgermeister der Kernstadt Dettelbach (1900â1982) | Liste der BĂźrgermeister der Kernstadt Dettelbach (1900â1982) | Liste der BĂźrgermeister der Kernstadt Dettelbach (1900â1982) | Liste der BĂźrgermeister der Kernstadt Dettelbach (1900â1982) | Liste der BĂźrgermeister der Kernstadt Dettelbach (1900â1982) | Liste der BĂźrgermeister der Kernstadt Dettelbach (1900â1982) | Liste der BĂźrgermeister der Kernstadt Dettelbach (1900â1982) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Name | Amtszeit | Anmerkungen | | | | | |
| Luitpold Baumann | 1900â1919 | * 1844 in Dettelbach, Winzer , auch Reichstagsabgeordneter , â 1919 in Dettelbach | | | | | |
| Michael Schwarz | 1919â1925 | | | | | | |
| Emmerich KnĂśtgen | 1925â1933 | Erste Amtszeit | | | | | |
| Albert Rechtfertig | 1933â1941 | * 4. Oktober 1895, Schlosser, â 8. November 1941 [ 20 ] | | | | | |
| Hans Honecker | 1941â1942 | | | | | | |
| Lorenz Wolf | 1942â1945 | * 10. Mai 1879 in Wildflecken , Oberinspektor, â 26. Oktober 1961 | | | | | |
| Emmerich KnĂśtgen | 1945â1945 | Zweite Amtszeit, von den Amerikanern eingesetzt | | | | | |
| Johann Nagel | 1946â1948 | * 2. Oktober 1886, Landwirt, â 13. März 1964 [ 21 ] | | | | | |
| Georg Graber | 1948â1966 | * 23. November 1898, Maschinensetzer, â 20. Juli 1972 [ 22 ] | | | | | |
| Hans LĂśffler | 1966â1982 [ 23 ] | * um 1913 in Teuschnitz , Rechtsanwalt, auch Mitglied des Kreistages, â 1996 [ 24 ] | | | | | |
Mit dem Ăbergang an das KĂśnigreich Bayern zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Amtsteilung in Ober- und UnterbĂźrgermeister abgeschafft. Fortan wurden auch die Amtszeiten der BĂźrgermeister länger, während in der mittelalterlichen und frĂźhneuzeitlichen Stadt zumeist nach einem Jahr bereits eine neue Wahl stattfand. Durch den Aufstieg zu StaatsbĂźrgern erhielten Dettelbachs Bewohner nun Rechte und Pflichten und waren nicht mehr als Untertanen der jeweiligen Herrschaft unterstellt.
Die Bßrgermeister wurden nun von der Gemeinde gewählt. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wechselten die Männer an der Spitze der Stadt häufiger. Vor der Gemeindegebietsreform zeichneten sie sich durch eher lange Amtszeiten aus. Hans LÜffler, während dessen Amtszeit ab 1972 mehrere Gemeindeteile in die Stadt eingegliedert wurden (Gemeindegebietsreform in Bayern), war zwischen 1966 und 1982 und damit fast 20 Jahre Bßrgermeister.
Einwohnerentwicklung
Die Einwohner der Stadt Dettelbach wurden erstmals im Jahr 1574 eher zufällig erfasst. Damals war die Stadt Anlaufpunkt der fĂźrstbischĂśflichen Huldigung, bei der sich alle Männer (EinzelbĂźrger und Familienväter, sowie Witwen) auf dem Marktplatz versammeln mussten. Hochrechnungen lassen auf eine BevĂślkerungszahl von etwa 1281 Personen schlieĂen. Die Einwohnerzahl stieg in den folgenden Jahrzehnten an, wobei die Stadt durch den DreiĂigjährigen Krieg etwa 1000 Einwohner verlor.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts hatte Dettelbach etwa 2000 Einwohner. Es war damit die einwohnerreichste Gemeinde in der näheren Umgebung. Der HÜchststand wurde mit 2268 Bewohnern im Jahr 1867 erreicht. Dennoch verlor die Stadt 1862 die ßberÜrtlichen BehÜrden und wurde Teil des Bezirksamtes Volkach, dessen Hauptort Volkach nur etwa gleich groà wie Dettelbach war. Der Verlust der Zentralität war allerdings mit einem Niedergang verbunden. 1925 hatte Dettelbach nur noch 2069 Einwohner.
Erst durch den Zuzug vieler Vertriebener am Ende des Zweiten Weltkriegs konnte der Abwärtstrend aufgehalten werden. Anders als in den Orten der Umgebung siedelten sich im Verhältnis allerdings nur wenige NeubĂźrger dauerhaft in Dettelbach an. Erst die neue Zentralität durch die Eingemeindung mehrerer Gemeindeteile in den 1970er Jahren und die Ausweisung neuer Baugebiete lieĂen die Zahlen wieder steigen. Heute profitiert die Kernstadt Dettelbach von ihrer Nähe zur GroĂstadt WĂźrzburg und hat etwa 3500 Einwohner.
| Jahr | Einwohner | Jahr | Einwohner | Jahr | Einwohner |
|---|---|---|---|---|---|
| 1574 | um 1281 | 1867 | 2268 [ 25 ] | 1939 | 2108 |
| 1607 | um 1565 [ 26 ] | 1875 | 2202 | 1950 | 2917 [ 27 ] |
| 1686 | um 1409 [ 28 ] | 1890 | 2113 | 1970 | 3134 [ 29 ] |
| 1777 | um 1878 [ 30 ] | 1905 | 2093 | 1987 | 3073 [ 2 ] |
| 1840 | 2140 | 1925 | 2069 | 2005 | ca. 3500 [ 31 ] |
Kultur und SehenswĂźrdigkeiten
Baudenkmäler
Ensemble Altstadt Dettelbach
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Ensemble Altstadt Dettelbach
Das Bayerische Landesamt fĂźr Denkmalpflege stellt die gesamte Dettelbacher Altstadt unter Ensembleschutz. Das Ensemble wird von den Mauerresten der Stadtbefestigung unter EinschlieĂung des Grabens begrenzt. Das Städtchen ist durch den Lauf des Dettelbachs geteilt. Die Ăśstliche, ältere Stadthälfte gruppiert sich um den zentralen Burgberg, der nach SĂźden und Westen als Terrasse vorkragt und durch eine Futtermauer abgestĂźtzt wird. Die westliche Stadthälfte, eine Erweiterung des 15. Jahrhunderts, breitet sich hingegen auf flacherem Gelände aus und besitzt auch einen regelmäĂigeren Grundriss.
Durch die Hanglage bedingt, weisen die StraĂen der Ăśstlichen Stadthälfte meist unregelmäĂige FĂźhrung und Steigung auf. Ein Bindeglied zwischen beiden Stadthälften bildet das Ăźber dem Lauf des Dettelbachs errichtete, spätgotische Rathaus, dessen Erdgeschosshalle als BrĂźcke fĂźr die den Ort durchziehende DurchgangsstraĂe WĂźrzburg-Bamberg dient. Das Städtchen ist in erster Linie landwirtschaftlich orientiert und durch den Weinbau geprägt.
Bauern- und WinzerhĂśfe bestimmen das Ortsbild. Stattliche aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammende BarockhĂśfe reihen ihre gestreckten, jeweils durch ein breites Hoftor ausgezeichneten Traufseitfronten entlang der WĂźrzburger und der Bamberger StraĂe auf. Die Nebengassen sind mit kleineren HĂśfen bebaut, von denen viele, besonders in der westlichen Stadthälfte, die landschaftstypischen unverputzten Bruchsteinhäuser der Mitte des 19. Jahrhunderts zeigen. Vom Gewerbe gezeichnet ist nur der Marktplatz mit einer Reihe leicht gegeneinander versetzter Fachwerkgiebelhäuser.
St. Augustinus
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St. Augustinus (Dettelbach)
Die katholische Stadtpfarrkirche St. Augustinus ßberragt die Stadt. Sie wurde am Standort des frßhmittelalterlichen Meierhofes errichtet. Erstmals urkundlich erwähnt wurde ein Gotteshaus an dieser Stelle im Jahr 1295. Die Frßhzeit der Kirche ist eng mit dem Rittergeschlecht von Dettelbach verbunden. Der heute noch erhaltene Glockenturm wurde 1444 begonnen, 1489 stellte man den Ostchor fertig. Zu einer Pfarrei stieg Dettelbach im Jahr 1465 auf. Die heutige Kirche wurde im Jahr 2011 im Inneren stark verändert.
Anders als die meisten anderen Kirchen der Umgebung besitzt das Dettelbacher Gotteshaus kein klassisches Langhaus. An den älteren Ostchor wurde kurze Zeit später ein kleinerer Westchor angebaut. Die Aufgaben des Langhauses Ăźbernimmt ein schmaler Verbindungsgang zwischen beiden Gebäudeteilen. Markant sind die beiden ungleich groĂen TĂźrme auf der Nordseite des Baus. Der ältere Glockenturm besitzt keine Treppe, sodass man den Treppenturm nachträglich Ăźber einen hĂślzernen Steg mit dem Turm verbinden musste.
Das Innere der Dettelbacher Augustinuskirche hat bereits mehrere Ausstattungsphasen gesehen. Von den ältesten FlĂźgelaltären, die die Nischen des Ostchors ausfĂźllten, ist heute nichts mehr zu sehen. Der barocken Ausstattung des 18. Jahrhunderts kann die groĂe Christusstatue zugeordnet werden, die heute im Westchor steht. Am Ende des 19. Jahrhunderts entstanden neogotische Altäre. Heute wird das Innere von einem modernen FlĂźgelaltar des KĂźnstlers Michael Triegel geprägt. Er zeigt Szenen aus dem Augustinusleben und wurde 2011 eingeweiht.
Wallfahrtskirche und Klosterkomplex
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Hauptartikel
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Maria im Sand
und
Franziskanerkloster Dettelbach
Die Wallfahrtskirche Maria im Sand befindet sich im Osten der Dettelbacher Altstadt in der einstigen Flurlage âim Sandâ, die der Kirche auch den Namen gab. Hier stand ein wundertätiger Bildstock, der bereits zu Beginn des 16. Jahrhunderts mit einer kleinen Kapelle Ăźberbaut wurde. Nach einem Niedergang im Zuge der Reformation belebte der WĂźrzburger FĂźrstbischof Julius Echter von Mespelbrunn im 17. Jahrhundert die Wallfahrt wieder, lieĂ die heutige Kirche errichten und siedelte 1613 ein Franziskanerkloster zur Betreuung der Pilger hier an.
Die Kirche präsentiert sich als kreuzfĂśrmiger Bau mit Vierung und Querhaus. Ăltestes Bauteil ist der aus der Vorgängerkirche Ăźbernommene Chor. Im Inneren prägen gotische RippengewĂślbe das Langhaus, die Fenster sind mit reich verziertem MaĂwerk gearbeitet. Besondere Bedeutung besitzt das Hauptportal auf der Westseite. Es wurde 1612/1613 von Michael Kern geschaffen. Auf vier Ebenen wird die Reformpolitik des Julius Echter versinnbildlicht. BekrĂśnt wird das Portal von einer Figur der Muttergottes.
Die Klostergebäude präsentieren sich bis heute in den Formen des beginnenden 17. Jahrhunderts. Die VierflĂźgelanlage um einen Innenhof umfasst drei WohnflĂźgel und einen BlendflĂźgel auf der SĂźdseite in Richtung der Kirche. Das Hauptportal des Klosters liegt ebenfalls auf der SĂźdseite. Es wurde an den WestflĂźgel angebaut, der mit einem geschwungenen Renaissance-Giebel abschlieĂt. Das Portal lehnt sich in seinem Aufbau an das Westportal der Kirche an und wurde wahrscheinlich ebenfalls von Michael Kern geschaffen. Es zeigt die Klosterstiftung.
Das Kircheninnere wird vom Gnadenaltar mit dem wundertätigen Muttergottes-Bild beherrscht. Der heutige Altar kam im ausgehenden 18. Jahrhundert in die Kirche und ermÜglicht durch seinen Aufbau, dass vier Messen gleichzeitig an ihm gelesen werden kÜnnen. Noch aus dem 17. Jahrhundert stammt die Wurzel-Jesse-Kanzel mit dem Stammbaum der Familie Jesu. Besondere Bedeutung besitzt auch die MÜnchsempore mit der Orgel aus dem Jahr 17. Jahrhundert. Das Klostergelände ist mit einer hohen Mauer umgeben. Ein Kreuzweg des 19. Jahrhunderts verbindet die Stadt mit der Wallfahrtskirche.
Altes Rathaus
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Rathaus (Dettelbach)
Das alte Rathaus der Stadt Dettelbach bildet den Mittelpunkt der Altstadt und wurde im Jahr 1512 oberhalb des Dettel-Baches als Mittelpunkt der Siedlung errichtet. Es handelt sich um den ältesten, erhaltenen Rathausbau im Landkreis Kitzingen. (siehe auch: Liste von Rathäusern im Landkreis Kitzingen) Im Zuge der Stadterhebung dachten die Verantwortlichen bereits im 15. Jahrhundert ßber einen Neubau nach. Das neue Rathaus sollte nämlich auf der Grenze zwischen der älteren Burgsiedlung und der neueren Weststadt entstehen. In den folgenden Jahrhunderten wurde das Haus als Multifunktionsbau genutzt. 1984 verlegte die Stadt ihre Verwaltung in das ehemalige Amtsgericht vor der Altstadt. Lediglich der Ratssaal verblieb im Gebäude.
Das Dettelbacher Rathaus präsentiert sich als dreigeschossiger Satteldachbau mit Freitreppe und Erker. Ein kleiner Glockenturm auf dem Dach bildet mit etwa 25 m den hĂśchsten Punkt des Gebäudes. Die Gestaltung insbesondere der als Schauseite entworfenen SĂźdseite des Baus verweist auf den Ăbergang zwischen Spätgotik und Renaissance. Das Rathaus entstand als vollständiger Steinbau, was auf die groĂen finanziellen Mittel hinweist, die die Stadtverantwortlichen aufwenden mussten.
Die lange Geschichte des Gebäudes ist auch anhand seiner Ausstattung ablesbar. Mehrere kunst- und kulturhistorische Besonderheiten besitzt der Sitzungssaal in der SĂźdwestecke des Baus. Der Raum ist vollständig holzgetäfelt und schlieĂt mit einem TonnengewĂślbe mit â
-Schluss ab. Mehrere Tßren mit kunstvoll gestalteten SchlÜssern fßhren aus dem Zimmer. Wahrscheinlich stammen die ältesten dieser SchlÜsser noch aus dem Vorgängerbau. Auf der Sßdseite des Zimmers sind zwei breite Muschelkalksäulen angebracht. Sie sind nicht Teil des ursprßnglichen Baus und ihre Bedeutung in der Forschung lange Zeit umstritten.
Hornsches Spital
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Hornsches Spital
Den Mittelpunkt der westlichen Altstadt bildet das sogenannte Hornsche Spital, das heute als Altenheim gefĂźhrt wird. Es geht auf eine private Stiftung zweier wohlhabender Dettelbacher BĂźrger zurĂźck. Bereits im August 1481 erhielt die Spitalstiftung die Bestätigung durch Papst Sixtus IV. Die Stiftung blieb allerdings in den ersten Jahrzehnten stetig bedroht. Erst die neuerlichen Zuwendungen durch Mitglieder der Familie Horn und der mit ihr verschwägerten Familie Hutter stellten sie 1531 auf festere FĂźĂe. In den folgenden Jahrhunderten erhielt das Spital immer wieder Zuwendungen durch die BĂźrger.
Das heutige Anwesen der Spitalstiftung wird von den UmbaumaĂnahmen des 18. Jahrhunderts geprägt. Es präsentiert sich als zweigeschossiger Massivbau mit teilweise geohrten Fensterrahmungen und schlieĂt mit einem Walmdach ab. Einziger Hinweis auf die Stiftung der FrĂźhen Neuzeit ist ein Wappenstein, der heute am Eingang des Hauses angebracht ist. AuĂen hat sich ein Wappenstein der beiden Stifterfamilien Horn und Hutter erhalten, im Inneren verweist die Georgskapelle auf den spätmittelalterlichen Ursprung der Stiftung.
Stadtbefestigung
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Hauptartikel
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Dettelbacher Stadtbefestigung
Die Entstehung der Stadtbefestigung von Dettelbach ist eng mit der Stadterhebung im Jahr 1484 verbunden. Kurze Zeit später begann wohl auch der Bau der Stadtmauer, die die zur Stadt gewordene Siedlung auch äuĂerlich von ihrem Umland unterschied. Die Ummauerung war 1532 weitgehend fertiggestellt. Wahrscheinlich wurde 1550 das Faltertor erstmals renoviert. Bereits 100 Jahre später hatte die Anlage aus Mauer, Gräben und Toren ihre Verteidigungsfunktion weitgehend eingebĂźĂt, als die Schweden im DreiĂigjährigen Krieg die Stadt kampflos einnahmen.
In der Folgezeit investierten die Verantwortlichen nichts mehr in die veralteten Anlagen. Die Tore dienten allein als Zollstätte, wo der Warenverkehr fĂźr den Ăśrtlichen Markt versteuert wurde. Die Folge war ein Verfall groĂer Teile der Befestigung, die meisten Tore verschwanden in den 1870er Jahren. Erst ab den 1970er Jahren investierte die Stadt immer wieder Geld in die Renovierung und Instandhaltung besonders repräsentativer Mauerabschnitte. Die Stadtbefestigung bildet heute einen wichtigen Anlaufpunkt fĂźr Touristen.
Von den ehemals fĂźnf Toren haben sich noch das Falter- und das BrĂźckertor erhalten. Anders als bei vielen anderen Stadtmauern der Umgebung haben sich in Dettelbach viele der ehemaligen MauertĂźrme erhalten, wenn ihr Bestand auch schrumpfte. UrsprĂźnglich soll die Anlage aus 52 TĂźrmen bestanden haben, wobei mĂśglicherweise die Aufsätze auf den Mauern mitgezählt wurden. Die TĂźrme sind heute teilweise mit rechteckigen Aufsätzen Ăźberbaut und werden in Erbbaurecht an einzelne Einwohner Ăźbergeben. Weitere Ăberreste der ehemaligen Stadtbefestigung in Form von Mauern und Gräben haben sich nahezu Ăźberall um die Dettelbacher Altstadt erhalten. â siehe auch: Faltertor (Dettelbach) und BrĂźckertor (Dettelbach)
Weitere bemerkenswerte Privathäuser und HÜfe
In der Dettelbacher Altstadt sind Häuser aus nahezu allen Jahrhunderten seit dem Mittelalter zu finden. Sie sind heute zumeist im Besitz von Privatpersonen und werden als Geschäfts-, Gast- oder Wohnhäuser genutzt. Ăltestes, erhaltenes Anwesen ist das sogenannte Baumannsche Haus mit der Adresse Markt 13. Es entstand im Zuge der Stadterhebung und datiert auf das Jahr 1478. Es präsentiert sich als zweigeschossiges Giebelhaus. Während das Erdgeschoss gemauert wurde, entstand das Obergeschoss in Fachwerkbauweise. Es ist allerdings heute verputzt. Das Fachwerk ist lediglich im Dachgeschoss freigelegt. â siehe auch: Markt 13 (Dettelbach)
Die weiteren Häuser am Markt besitzen ebenfalls eine bedeutende Baugeschichte. Das Haus Markt 7 entstand in den 1570er Jahren und prägt mit seinen drei Geschossen den städtebaulichen Charakter des Marktplatzes. In den Häusern am Marktplatz lebte die städtische Oberschicht, so kann der fĂźrstbischĂśflich-wĂźrzburgische Amtskeller Bartholomäus SchĂśnkapp als der Erbauer des Hauses gelten. Das wesentlich kleinere Haus Markt 9, das vollkommen ohne repräsentatives Fachwerk im 17. Jahrhundert erbaut wurde, war Wohnort verschiedener Handelsfamilien. â siehe auch: Markt 7 (Dettelbach) und Markt 9 (Dettelbach)
Die hĂśchste Dichte an Baudenkmälern ist um die Kirche zu finden. Nordwestlich des Gotteshauses entstand bereits im 16. Jahrhundert das heutige Haus Eichgasse 5. Das Haus präsentiert sich heute als zweigeschossiger Traufseitbau, der zur Eichgasse hin ausgerichtet ist. Im Obergeschoss brachte man im 18. Jahrhundert Fachwerk mit Brustriegeln, FuĂstreben sowie Hals- und Brustverriegelungen an. Das Anwesen wurde in den folgenden Jahrhunderten immer wieder umgebaut. â siehe auch: Eichgasse 5 (Dettelbach)
Weitere Traditionsinseln ziehen sich entlang der AusfallstraĂen, wobei insbesondere die alten HandelsstraĂen (Bamberger und WĂźrzburger StraĂe) denkmalgeschĂźtzte Bauten besitzen. Auf das Jahr 1623 datiert das Fachwerkhaus WĂźrzburger StraĂe 13. Es präsentiert sich als zweigeschossiger Satteldachbau mit Fachwerkobergeschoss. Seit 1686 kĂśnnen die Bewohner detailliert rekonstruiert werden. Im Anwesen lebten lange Zeit Winzer oder Weinhändler, die auf die lange Weinbautradition Dettelbachs verweisen. â siehe auch: WĂźrzburger StraĂe 13 (Dettelbach)
Ein bedeutender Vertreter des Rokoko ist am nĂśrdlichen Ausgang des Marktes zu finden. Die Adresse BohnmĂźhlgasse 9, Eichgasse 1 besteht aus einem zweigeschossigen Mansardwalmdachbau aus der Zeit zwischen 1770 und 1780. Hier saĂen lange Zeit Wachszieher fĂźr die im 18. Jahrhundert florierende Kerzenproduktion in der Stadt. Die Rokokoformen sind insbesondere anhand des sogenannten Fensterbandes im zweiten Obergeschoss ablesbar, das die gesamte Länge von 23 Metern ausfĂźllt. â siehe auch: BohnmĂźhlgasse 9, Eichgasse 1 (Dettelbach)
Besonders viele Rokokobauten haben sich in der heutigen Bamberger StraĂe erhalten, wo nach einem Brand 1780 viele Häuser wiederaufgebaut werden mussten. Die StraĂe ist heute in Teilen in Blockbebauung errichtet. Im 19. Jahrhundert entstanden insbesondere in den NebenstraĂen viele Häuser mit Bruchsteinfassaden. Der bedeutendste Bau des 19. Jahrhunderts wurde wiederum am Markt errichtet. Das Haus Markt 5 ist ein dreigeschossiger Traufseitbau mit schlichten Gesimsen.
BildstÜcke und Kleindenkmäler
Als katholisch geprägte Gemeinde haben sich in Dettelbach und seiner Gemarkung mehrere BildstÜcke oder Martern als Flurdenkmäler erhalten. Sie verweisen auf die VolksfrÜmmigkeit vergangener Jahrhunderte und wurden zur Ehre Gottes und als Wegzeichen gesetzt, oder hatten eine Mahnfunktion. Daneben befinden sich insbesondere in der Altstadt auch die typisch fränkischen Hausfiguren. Diese Kleindenkmäler wurden seit dem Mittelalter zu allen Zeiten geschaffen, ihr Bestand ist aber heute durch Abgase und Sachbeschädigung bedroht.
Die ältesten erhaltenen BildstĂścke in Dettelbach datieren auf das 15. Jahrhundert und kĂśnnen der Spätgotik zugeordnet werden. Die sogenannte Sieben-KĂśpfe-Marter auf der Herz-Jesu-HĂśhe im Westen der Altstadt wurde als Grenzstein errichtet. Der Bildstock besitzt einen breiten Aufsatz, die Kanten sind mit Halbfiguren zweier Heiliger geschmĂźckt. Ganz ähnlich präsentieren sich zwei StĂścke in der Nähe des Hans-LĂśffler-Weges. Auf das Jahr 1513 datiert der Kreuzigungsbildstock mit reicher Volutenzier. Ein Jahr später entstand die sogenannte Lorenzmarter am Rande des Galgenberges. â siehe auch: Sieben-KĂśpfe-Marter
Besonders viele Vertreter hat die Renaissance in Dettelbach hinterlassen. Dies hängt auch damit zusammen, dass in der zweiten Hälfte des 16. und zu Beginn des 17. Jahrhunderts die Wallfahrt (wieder-)entstand. Besonders viele Exemplare haben sich um die Wallfahrtskirche erhalten. Die Aufsätze sind kleingliedriger als bei den spätgotischen StÜcken. Auch die Motivwahl variiert stärker. Auf einem Stock von 1617 im Vorhof zur Kirche ist das Dettelbacher Gnadenbild dargestellt. Die Stiftungsinschrift darunter verweist auf den Spitalmeister Johann Wirtzberger und seine Familie.
Im Barock wurden die Formen der BildstĂścke vielfältiger und auch die Motive variierten nun stärker. So taucht immer wieder die heiligste Dreifaltigkeit im Aufsatz auf. Auf das Jahr 1784 datiert ein Bildstock am BrĂźcker Holz. Sein Aufsatz ist rund, die Säule wurde mit Weinblattornamenten verziert. Im Rokoko wurden diese Gestaltungsprinzipien noch verstärkt und die BildstĂścke weisen viele Zierformen auf. Im 18. Jahrhundert tauchten auch viele Sonderformen auf. In der NachtigallenstraĂe hat sich ein Kreuzschlepper, die Darstellung des kreuztragenden Christus, erhalten.
Daneben tauchte nun immer wieder auch der sogenannte Prozessionsaltar auf. Hier versammelte sich die Gemeinde während jährlicher Prozessionen zum Gebet. Lediglich ein Altar hat sich heute auf dem Gelände des ehemaligen Franziskanerkloster erhalten. Er zeigt sieben Szenen aus dem Leben Jesu und wurde im 20. Jahrhundert an den heutigen Standort versetzt. Zugleich begann man in der Stadt die Häuser mit Haus- und Freifiguren zu verzieren. Besonders alt ist die Figur des heiligen Sebastian am Gasthof Bacchus.
Am Ende des 19. Jahrhunderts schuf man den Kreuzweg zur Wallfahrtskirche. Es handelt sich um kleine Natursteingrotten, die mit metallenen Relieftafeln ausgestattet wurden. Sie ziehen sich in einer Reihe vom ehemaligen Neutor bis zur Wallfahrtskirche. Andere Beispiele aus dieser Zeit sind selten, weil viele StĂścke aus dieser Stilepoche bereits entfernt wurden. Von besonderer historischer Bedeutung ist das Herz-Jesu-Denkmal im Westen der Altstadt. Aus dem 20. Jahrhundert haben sich keine BildstĂścke erhalten.cite-ref-32[32] Seit der Nachkriegszeit wird die Bildstocktradition erneut aufgegriffen. So ist auch der Skulpturenweg, der seit 2005 besteht, Teil der Bildstocktradition. â siehe auch: Herz-Jesu-Denkmal (Dettelbach)
ZwĂślf MĂźhlen
Um die Stadt Dettelbach bestand in Mittelalter und FrĂźher Neuzeit eine besonders hohe Dichte an MĂźhlenbetrieben.cite-ref-33[33] Insgesamt sind zwĂślf Anlagen um die Stadt nachweisbar, der Name âDutzendmĂźhleâ fĂźr die erst 1850 in Betrieb genommene MĂźhle verweist auf die groĂe Anzahl. Die MĂźhlen nutzten die Wasserkraft des Dettelbachs im Norden der Altstadt bzw. des Bibergauer MĂźhlbaches im Westen.
Die MĂźhlen versorgten die Menschen mit Mehl, daneben wurden mit den einzigen Maschinen des Mittelalters auch Holzstämme zerkleinert. Den groĂen wirtschaftlichen Einfluss der MĂźhlen machen auch zwei Getreideordnungen deutlich, die von FĂźrstbischof Julius Echter von Mespelbrunn in den Jahren 1591 und 1612 erlassen wurden. Die MĂźhlen brachten dem Stadtherren zwar hohe Renditen in Form von Zinsen und erfĂźllten eine wichtige Versorgungsfunktion. Allerdings fĂźhrte die groĂe Anzahl an MĂźhlen auch immer wieder zu rechtlichen Auseinandersetzungen, insbesondere um die Wassernutzung.
Noch bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts bestand fĂźr die Wasserversorgung der ursprĂźnglich vier MĂźhlen innerhalb der Stadtmauern der sogenannte Rinnenbach. Unterhalb der LamprechtsmĂźhle konnte ein Schieber betätigt werden, der einen MĂźhlbach mit Wasser versorgte. Dieser Rinnenbach fĂźhrte an der KieselsmĂźhle vorbei zur HirschmĂźhle, die direkt an der Stadtbefestigung stand. In der Stadt wurde der Rinnenbach mit Holzbohlen Ăźberdeckt. So durchfloss er die Eichgasse, den nĂśrdlichen Markt und verband sich hier kurzzeitig mit der Dettel, ehe er kurz vor der Unteren MĂźhle wieder zum Rinnenbach wurde. SchlieĂlich mĂźndete er in den Main.
Heute wird keine der MĂźhlen mehr betrieben, insbesondere die Baulichkeiten der in der Stadt gelegenen Anlagen sind abgebaut oder dem Verfall preisgegeben. Lediglich die Gebäude der ehemaligen HellersmĂźhle, der SteigmĂźhle und der LamprechtsmĂźhle haben sich erhalten. Als letzte MĂźhle wurde in den 1980er Jahren der Mahlbetrieb der BohnmĂźhle eingestellt, zuvor war hier nur noch Getreide- und Futtermittel verkauft worden. â siehe auch: Liste der MĂźhlen am Dettelbach, am Bibergauer MĂźhlbach und am Schernauer Bach
| Name [ 34 ] | Gewässer | Zustand | Eckdaten |
|---|---|---|---|
| BohnmĂźhle | Dettelbach | abgegangen | Ersterwähnung 1567, Namen: âin der Bohnâ, âObere oder StadtmĂźhleâ, âRabensteinmĂźhleâ, Aufgabe in den 1980er Jahren |
| DoktorsmĂźhle | Bibergauer MĂźhlbach | stark verändert | Ersterwähnung 1465, Namen: âMĂźhle an dem Gumbertsackerâ, âKuffenmĂźhleâ, âDoktors- oder PfeffermĂźhleâ, Aufgabe unklar |
| Dutzendmßhle | Dettelbach | stark verändert | Errichtung 1850, Aufgabe 1898 |
| HellersmĂźhle | Bibergauer MĂźhlbach | erhalten | Ersterwähnung 1548, Namen: âWetterichs- oder alte MĂźhleâ, âHellersmĂźhleâ, Aufgabe 1908 |
| HirschmĂźhle | Dettelbach | stark verändert | Errichtung 1732, Namen: âDĂźrrsmĂźhleâ, âMĂźhle am Rinnenbachâ, Aufgabe 1936 |
| KieselsmĂźhle | Dettelbach | stark verändert | Ersterwähnung 1567, Namen: âWeihersmĂźhleâ, Aufgabe unklar |
| KĂźffleinsmĂźhle | Dettelbach | stark verändert | Ersterwähnung 1567, Namen: âKĂźffleinsmĂźhleâ, Aufgabe 1927 |
| KĂźhngassenmĂźhle | Bibergauer MĂźhlbach | erhalten | Ersterwähnung 1591, Namen: âKĂźhngassenmĂźhleâ, âDienenmĂźhleâ, Aufgabe in den 1970er Jahren |
| LamprechtsmĂźhle | Dettelbach | erhalten | Ersterwähnung 1465, Namen: âHederleinsmĂźhleâ, âSchederleinsmĂźhleâ, âMittelmĂźhleâ, Aufgabe 1932 |
| SchrankenmĂźhle | Bibergauer MĂźhlbach | stark verändert | Ersterwähnung 1591, Namen: â2. MĂźhle gen Bibergauâ, Aufgabe unklar |
| SteigmĂźhle | Bibergauer MĂźhlbach | erhalten | Ersterwähnung 1591, Namen: âHeidnersmĂźhleâ, Aufgabe 1906 |
| UntermĂźhle | Dettelbach | stark verändert | Ersterwähnung 1567, Namen: âUnterstadtmĂźhleâ, âUntermĂźhle am Maintorâ, Aufgabe 1941 |
Sternbräu
Die Dettelbacher Sternbräu besitzt fĂźr die Stadtgeschichte eine besondere Bedeutung, war sie zunächst der erste GroĂbetrieb, der Ăśstlich der Altstadt entstand. Der Bau der Brauerei geht auf das Verbot von franziskanischen Klosterbrauereien zurĂźck, das 1885 in MĂźnchen beschlossen wurde. Zuvor hatten jahrhundertelang die MĂśnche des Franziskanerkonventes die Gasthäuser Dettelbachs mit Bier versorgt. Um die Versorgung aufrechtzuerhalten, initiierten 1887 mehrere BĂźrger der Stadt die NeugrĂźndung einer Brauerei. Der Name âKlosterbräuâ wurde vom zuständigen Handelsgericht verboten, sodass man sich fĂźr die Bezeichnung âSternbräuâ entschied, der sich von einem Gasthof ableitete.cite-ref-35[35]
Die Brauerei finanzierte sich Ăźber die Ausgabe von Aktien. Zunächst wurden 200.000 Papiere zu je 1000 Goldmark ausgegeben. Das Brauereigelände entstand Ăśstlich des Faltertores. Schnell gelang es dem kleinen Betrieb 14.000 bis 18.000 Hektoliter Bier pro Jahr auszustoĂen. Zusätzlich bestand eine Mälzerei in den Räumlichkeiten, die jährlich bis zu 20.000 Zentner Malz produzierte. Bei Betriebsbeginn arbeiteten fast 20 Menschen in der Brauerei, die ihren Absatz vor allem im nahen WĂźrzburg hatte. 1971 beschäftigte die Sternbräu bereits ca. 60 Personen, der AusstoĂ hatte sich auf 60.000 Hektoliter im Jahr gesteigert. 1971 wurde die Brauerei an die Patrizier-Bräu (NĂźrnberg) verkauft, 1976 der Braubetrieb eingestellt.cite-ref-36[36]
Museen
Museum âPilger & Wallfahrerâ
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Hauptartikel
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Museum âPilger & Wallfahrerâ Dettelbach
Das Museum âPilger & Wallfahrerâ ist heute zwischen Markt und Rathaus im Kultur- und Kommunikationszentrum untergebracht. Teile der Ausstellung befinden sich auĂerdem im Haus Markt 13. Das Museum steht mit der jahrhundertealten Wallfahrtstradition zur Kirche Maria im Sand am Rande der Stadt in Verbindung und wurde im Jahr 2008 durch das Kunstreferat der DiĂśzese WĂźrzburg erĂśffnet. Im Zentrum der Ausstellung stehen Objekte, die mit der Wallfahrt nach Dettelbach in Verbindung stehen.
Beim Museum âPilger & Wallfahrerâ handelt es sich um ein christliches Kunstmuseum. Insgesamt sind im Museum fast 300 Exponate auf 335 Quadratmetern zu finden. Besondere Bedeutung hat das sogenannte Mirakelbuch von Dettelbach des WĂźrzburger Weihbischofs Eucharius Sang. Es beleuchtet viele Wunder, die sich hier ereigneten und wurde zu einem der 100 Heimatschätze Bayerns gewählt. Neben vielen alten Darstellungen des Dettelbacher Gnadenbildes sind im Museum auch moderne Interpretationen der Themen Leid und Sinnsuche zu finden. â siehe auch: Mirakelbuch von Dettelbach
Kolping- und Handwerksmuseum
Das Kolping- und Handwerksmuseum besteht im Obergeschoss des Falterturmes im Nordosten der Dettelbacher Altstadt. Das Museum entstand nach dem Zweiten Weltkrieg und geht auf die Initiative des Dettelbachers GĂźnter Pfrang zurĂźck. Der sogenannte Kolpingraum beleuchtet die Geschichte der Kolpingfamilie, die 1857 in der Stadt gegrĂźndet wurde. AuĂerdem wird eine Auswahl an Objekten präsentiert, die den Handwerkszweigen innerhalb der Stadt zugeordnet werden kĂśnnen. Ebenso steht die christliche Tradition der Stadt im Fokus der Ausstellung.cite-ref-37[37]
Heimatmuseum Haslau und Umgebung
Die besondere Verbindung der Stadt Dettelbach mit den deutschsprachigen, ehemaligen Bewohnern des heutigen Hazlov in Tschechien steht im Heimatmuseum Haslau und Umgebung im Vordergrund. Es wurde im ehemaligen Kirchnerhaus am Rande der Kirchenzinne untergebracht (Adresse Kirchplatz 2). Die (deutsche) Geschichte der Stadt wird anhand verschiedener Objekte auf ca. 140 m² betrachtet. Dabei geht die Schau besonders auf das Alltagsleben in der ehemaligen Textilstadt ein.cite-ref-38[38]
Dettelbacher Muskatzinen
Ăhnlich wie in anderen Wallfahrtsorten werden auch in Dettelbach sogenannte Muskatzinen (auch Muskazinen) als SĂźĂspeise hergestellt. In der Stadt soll die Tradition auf den Zuckerbäcker Urban Degen zurĂźckgehen, der im 19. Jahrhundert eine Bäckerei betrieb. Er komponierte ein Gebäck aus Muskat und mehreren GewĂźrzen und gab diesen um 1850 den Namen Muskatzine. Die Hauptzutat Muskat gab dem Backwerk den Namen. Das Gebäck erhielt die Form einer Krawattenschleife und wurde mit einem Holzmodel hergestellt.cite-ref-39[39]
Dreieinigkeitskirche
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Hauptartikel
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Dreieinigkeitskirche (Dettelbach)
Seit dem Jahr 1992 besteht in der Dettelbacher Siedlung die protestantische Dreieinigkeitskirche. Sie wurde in der WeingartenstraĂe sĂźdĂśstlich der Altstadt errichtet. Nachdem der Protestantismus bereits kurz nach Luthers Thesenanschlag 1517 in Dettelbach viele Anhänger gefunden hatte, wurde sein Einfluss bis nach dem DreiĂigjährigen Krieg zurĂźckgedrängt. Erst im 20. Jahrhundert, vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg, siedelten sich vermehrt Protestanten in den Neubaugebieten der Stadt an. Im Jahr 1991 wurde die Dreieinigkeitskirche gebaut, ein Jahr später wurde sie eingeweiht.
Die Kirche ist ein geosteter Saalbau mit einem hohen Satteldach. Auf der Ostseite ist ein Dachreiter mit einer kleinen Glocke angebracht. Eine Besonderheit stellt der offene dreieckige Dachgiebel dar. Die Ausstattung, Ăźberwiegend aus Holz, kam zur Zeit der Erbauung in die Kirche. Innen ist eine Empore rundum angebracht. Im Jahr 2010 wurden Glasfenster von Johannes Schreiber eingebaut, die mit der sogenannten Fusing-Technik bemalt sind.
Skulpturenweg âPilgervolkâ
Im Zuge des 500-jährigem Jubiläums der Wallfahrt nach Dettelbach initiierte der Kulturhistorische Kreis Dettelbach 2005 ein Bildhauersymposium in der Stadt. Ein Skulpturenweg wurde geplant, um die lange Tradition der Bildhauerkunst in Dettelbach darzustellen. Bereits die ersten Pilger wurden von einem Bildstock, einer Steinplastik, hierher gezogen. Treibende Kraft hinter dem Symposium und der Anlage des Skulpturenweges war der Deutsch-Amerikaner Roger Bischoff. Der Weg lehnt sich an einen Pilgerpfad an.
Insgesamt begannen im Juni 2005 sieben Bildhauer und Bildhauerinnen aus ganz Europa an den Kunstwerken zu arbeiten. Emanuela Camacci aus Italien schuf die Figur âIn Transitoâ. Ein steinernes Viereck umgibt einen kleineren, ebenfalls aus Stein geschaffenen Ring. Die Schweizerin Caroline Bachmann arbeitete an âDen Achtâ, die als archaisch anmutende KĂśpfe in einen groben Steinklotz gehauen wurden. Winnie Henke arbeitete aus seiner Steinskulptur âUnterwegsâ eine bewegungslose, menschliche Gestalt heraus.
Die Irin Eileen MacDonagh arbeitete in ihrer Darstellung der âKilianâs Restâ die Verbindungen Frankens mit ihrer Heimat hervor. Entstanden ist ein Rastplatz, der dem Pilger als RĂźckzugsort dienen kann. Weitere Arbeiten wurden von Susanne Tunn, Hermann Gschaider und Miloslav ChlupĂĄÄ geschaffen. Alle Skulpturen verteilen sich heute Ăźber das Dettelbacher Stadtgebiet und seine Gemarkung. Besonders viele Objekte des Symposiums sind in der sogenannten âAnlageâ im SĂźden der Altstadt zu finden.cite-ref-40[40]
Sagen
Der Baumeister des Rathauses
Die bekannteste Dettelbacher Sage handelt vom Baumeister des Rathauses. Nach der Stadterhebung begann man ein neues Rathaus zu errichten, das ganz aus Stein gebaut sein sollte. Der Baumeister legte den Stadträten seine Pläne vor und sagte: âIch kann das Rathaus so groĂ und geschickt anlegen, dass es drei Menschen zur gleichen Zeit betreten kĂśnnen, ohne einander zu sehen!â Die Räte glaubten ihm nicht und verspotteten den Mann. Einer sagte: âDas ist schlichtweg unmĂśglich! Eher kannst du dich selbst am Arsch lecken, als dass du es schaffst dieses Vorhaben zu verwirklichen!â
Dem Baumeister aber gelang das AngekĂźndigte. Das Rathaus erhielt insgesamt drei Zugänge, die alle drei nicht vom Standort des anderen einsehbar waren. Zum Hohn fĂźr seine Kritiker lieĂ er am Westportal einen Fratzenstein mit herabhängender Zunge anbringen. Die Sage gilt als die bekannteste Erzählung aus Dettelbach und weist sogar auf einen wahren Kern hin. Am FuĂe einer pyramidenfĂśrmigen Fiale oberhalb der Dachtraufe findet sich eine Figur, die versucht, der Tätigkeit, die der eine Stadtrat ins Gespräch brachte, nachzukommen.cite-ref-41[41]
Das Gespenst im Chorstuhl
Die MÜnche im Dettelbacher Franziskanerkloster feierten das nächtliche Stundengebet. Beim Hinausgehen fiel einem der Geistlichen auf, dass ein MÜnch zu viel an der Versammlung im Chor der Wallfahrtskirche teilgenommen hatte. Er informierte den Guardian, der ihm einschärfte, wachsam zu sein und zu melden, wenn sich der Vorfall wiederholen sollte. Als die MÜnche in der kommenden Nacht wieder beten wollten, war wieder ein Mann zu viel unter ihnen und der MÜnch rief nach dem Guardian.
Dieser stellte den zusätzlichen Kleriker zur Rede. Daraufhin antwortete der seltsame Gast: âIch bin im Fegefeuer und ich muss, weil ich hier zu Lebzeiten beim Gebet oft und immer wieder eingeschlafen bin, so lange leiden und hier erscheinen, bis ich durch eine Strafe, die Ihr mir auferlegt, von meiner BuĂe befreit bin.â Daraufhin befahl ihm der Guardian, auch am nächsten Abend zum Gebet zu erscheinen. Der Geist tat wie ihm geheiĂen und betete lauter als viele andere MĂśnche. In der folgenden Nacht blieb er verschwunden und tauchte auch danach nie mehr auf.cite-ref-42[42]
Vom verwunschenen Siebener
Einige Kaufleute aus WĂźrzburg wollten von Dettelbach aus in ihre Heimatstadt zurĂźckkehren. Es wurde bereits dunkel, als sie an der sogenannten âSieben-KĂśpfe-Marterâ vorbeikamen. PlĂśtzlich sahen sie ein Licht, das von einem seltsamen Klopfen begleitet war. Einer der Männer erklärte den Anderen: âDas ist der Steinklopfer! Er erscheint immer wieder des Nachts an dieser Stelle!â Sie näherten sich und erkannten einen Mann, der mit einem Hammer Steine zerklopfte. Neben ihm stand eine Laterne, die die Szenerie in fahles Licht tauchte.
Der Steinklopfer hatte seinen Dreispitz tief ins Gesicht gezogen, sodass man sein Gesicht nicht erkennen konnte. Als sich die Kaufleute an der unheimlichen Gestalt vorbeischleichen wollten, ging plÜtzlich mit einem lauten Knall die Laterne zu Bruch. Als die Männer sich umdrehten, sahen sie, wie sich der Steinklopfer mit lautem Geschwirre verschwand. Man erzählte sich, dass es ein verwunschener Siebener gewesen sei, der die Marksteine auf unredliche Weise versetzt hatte. Zur Strafe muss er bis zum Jßngsten Tag Steine klopfen.cite-ref-43[43]
Der Schwarze Mann
Am 18. Februar 1644 nahm der Dettelbacher Stadtrat eine Geistererscheinung in seine Protokolle auf. Der Bßrger Michael Krenzheimer berichtete, dass er auf der Wiese des verstorbenen Peter Schollens einen schwarzen Mann gesehen habe. Als er auf ihn zuging, verschwand der Unbekannte. Zehn Wochen später begegnete er, zusammen mit dem Knecht des Kßffleinsmßllers, wiederum einem schwarzgewandeten Mann auf HÜhe der Wiese. Der Knecht bedrohte den Unbekannten, der daraufhin verschwand, ohne Spuren zu hinterlassen.cite-ref-44[44]
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft
Tourismus
Der Tourismus, insbesondere der Kulturtourismus, spielt fßr die Stadt Dettelbach heute eine herausragende wirtschaftliche Rolle. Hierzu trägt die Kulturlandschaft mit den Weinbergen und dem Main ebenso bei wie die historische Dettelbacher Altstadt. Vorläufer der heutigen Besucher sind bereits seit dem 16. Jahrhundert nachzuweisen. Durch das Aufleben der Wallfahrt nach Dettelbach kamen immer wieder Fremde in die Stadt. Noch heute ist der Wallfahrts-Fremdenverkehr mit rund 8.000 Pilgern pro Jahr von einiger Bedeutung.
Erst im 20. Jahrhundert professionalisierte sich der Tourismus. Noch vor dem Zweiten Weltkrieg grĂźndete sich in der Stadt ein Verkehrs- und Gewerbeverein, der die frĂźhe Vermarktung der Stadt Ăźbernahm. Der Verein wurde in den 1970er Jahren durch Oskar Dauenhauer und Ludwig Winkler wiederbelebt und begann StadtfĂźhrungen anzubieten. Dettelbach war nun auch auf kleineren Touristik-Messen vertreten. Erst 1984 richtete der Verein ein BĂźro in der Dettelbacher Altstadt ein.
Im Zuge der Rathaussanierung im Jahr 1990 verlegte man das Tourismus-BĂźro ins Erdgeschoss des ehemaligen Verwaltungsbaus. Hier entstand auch die erste Vinothek im Landkreis Kitzingen. Einen zentralen Anlaufpunkt erhielt die Stadt mit dem Bau des Kultur- und Kommunikationszentrums (KuK), das am 1. August 2008 eingeweiht wurde. Hier sind unter anderem eine Touristinformation und eine Vinothek untergebracht. Im Jahr 2010 suchten ca. 90.000 Besucher das KuK in der Dettelbacher Altstadt auf.cite-ref-45[45]
Weinbau
Dettelbach ist heute bedeutender Weinbauort im Anbaugebiet Franken. Insgesamt zwei Weinlagen existieren um das Dorf, der Wein wird seit den 1970er Jahren unter den Namen Dettelbacher Berg-Rondell und Dettelbacher Sonnenleite vermarktet. Daneben besteht mit dem Dettelbacher Honigberg eine eigene GroĂlage. Dettelbach ist Teil des Bereichs Volkacher Mainschleife, bis 2017 waren die Winzer im Bereich Maindreieck zusammengefasst. Die MuschelkalkbĂśden um Dettelbach eignen sich ebenso fĂźr den Anbau von Wein, wie die Lage in der Maingauklimazone, die zu den wärmsten Deutschlands gehĂśrt.
Bereits seit dem FrĂźhmittelalter betreiben die Menschen um Dettelbach Weinbau. Die fränkischen Siedler brachten wohl im 7. Jahrhundert die Rebe mit an den Main. Im Mittelalter gehĂśrte die Region zum grĂśĂten zusammenhängenden Weinbaugebiet im Heiligen RĂśmischen Reich. Die Menschen betrieben zumeist Nebenerwerbsweinbau zur Selbstversorgung, gleichzeitig bildeten sich bereits Exportzentren insbesondere entlang des Maines heraus.
Der Weinbau in Dettelbach wurde erstmals am Ende des 15. Jahrhunderts fassbar, als das WĂźrzburger Salbuch insgesamt â70 Acker Weingartenâ in Dettelbach verzeichnet. Bis zum Ende des Mittelalters bestanden um den Ort wohl fast 500 ha Weinreben. Mit dem DreiĂigjährigen Krieg sank die Zahl dann drastisch, so dass 1638 nur noch rund 180 ha mit Reben bestockt waren. Dettelbach exportierte den Wein auch, allerdings wurde Ăźberwiegend fĂźr den Eigenbedarf auf kleinen Flächen angebaut.cite-ref-46[46]
Der Weinbau erlebte nach der Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts einen umfassenden Niedergang. Vor allem klimatisch weniger begĂźnstige Lagen gab man vollständig auf. Zusätzlich erschwerte das Aufkommen von Schädlingen wie der Reblaus den Anbau. So waren 1914 nur noch 56 ha um Dettelbach mit Reben besetzt. Konsolidieren konnte sich die Weinbauregion Franken erst wieder in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Einsatz von DĂźngern und verbesserte Anbaumethoden hatten dazu ebenso beigetragen wie die Organisation in Genossenschaften und die Flurbereinigung der 1970er Jahre.cite-ref-47[47] Sinnfälligstes Symbol fĂźr den Wiederaufstieg des Weinbaus ist das sogenannte Altstadt-Weinfest, das jährlich Ende Juni vor dem Rathaus gefeiert wird und zu den grĂśĂeren Festen in Anbaugebiet zählt.cite-ref-48[48] In Dettelbach ist das VDP-Weingut Weingut Glaser-Himmelstoss mit einem Standort vertreten.
| Weinlage [ 49 ] | GrĂśĂe 1993 [ 50 ] | Himmelsrichtung | Hangneigung | Hauptrebsorten | GroĂlage |
|---|---|---|---|---|---|
| Berg-Rondell | 80 ha | SĂźdosten | 25â50 % | Silvaner , MĂźller-Thurgau | Dettelbacher Honigberg |
| Sonnenleite | 75 ha | SĂźden | 20â25 % | MĂźller-Thurgau | Dettelbacher Honigberg |
Weitere Wirtschaftszweige
Neben dem Weinbau spielt fĂźr Dettelbach die Landwirtschaft eine Rolle. In der Stadt bestehen mehrere Einzelhandels- und Dienstleistungsunternehmen, die sich entlang der StaatsstraĂe 2450 angesiedelt haben. In der Altstadt selbst bestehen lediglich kleinere Dienstleistungsgeschäfte. Diese Geschäfte entstanden wohl vor allem fĂźr die Dettelbach aufsuchenden Touristen. In Dettelbach existieren Filialen der VR Bank Kitzingen und der Sparkasse Mainfranken WĂźrzburg. Als Unterzentrum erfĂźllt die Stadt die Grundversorgung der Orte der Umgebung zu decken. Geschäfte und Institutionen des gehobenen Bedarfs sind in den nächsten Mittelzentren Kitzingen und Volkach zu finden.
Die Industrialisierung setzte in Dettelbach erst in den 1960er Jahren ein und blieb auf einige, wenige Firmen beschränkt, die sich heute vor allem im Gewerbegebiet Dettelbach-Ost konzentrieren. Mit den Bayerischen Fulguritwerken siedelte sich 1962 ein erstes produzierendes Unternehmen in der Stadt an, die jahrhundertelang bereits von kleineren SteinbrĂźchen geprägt war. Im Gewerbegebiet-Ost wurde nach dem damaligen Direktor der Fulgurit-Werke die Adolf-Oesterheld-StraĂe benannt. Heute hat auĂerdem der Discounter Schum EuroShop seinen Sitz in Dettelbach. â siehe auch: Schum EuroShop
Verkehr
Dettelbach liegt verkehrsgĂźnstig zwischen WĂźrzburg und dem Steigerwaldvorland. Ganz im SĂźden fĂźhrt die Bundesautobahn 3/EuropastraĂe 45 durch die Gemarkung. Der Main wird Ăźber die MainbrĂźcke Dettelbach Ăźberwunden. Der Hauptort Dettelbach besitzt keinen eigenen Autobahnanschluss. Eine BundesstraĂe liegt nicht auf dem Gebiet des Gemeindeteils, allerdings Ăźbernimmt die StaatsstraĂe 2450, die vom Mainfrankenpark/Kreuz Biebelried in Richtung Schwarzach gefĂźhrt wird, eine wichtige Ăźberregionale Verbindungsposition. â siehe auch: MainbrĂźcke Dettelbach
Die historische Bedeutung dieser Ost-West-Verbindung fĂźr die Stadtentwicklung ist auch heute noch durch die Anlage der mittelalterlichen Kernstadt ablesbar. Die Stadt engagierte sich in den 1890er Jahren beim Bau der ersten Schwarzenauer MainbrĂźcke, die auĂerhalb der Dettelbacher Gemarkung lag, aber die Verbindungen der Stadt in ihr Ăśstliches Umland verbesserte. Erst 1956 bis 1958 entstand die heutige UmgehungsstraĂe, die von Nordwesten kommend im sĂźdlichen Stadtgebiet zwischen Altstadt und Mainufer verläuft. â siehe auch: MainbrĂźcke Schwarzach am Main
Eine weitere Ăźberregionale StraĂenverbindung existiert mit der StaatsstraĂe 2270. Sie wird von Mainstockheim kommend durch das Zentrum der Altstadt gefĂźhrt und verläuft dort als StraĂe Am Bach bzw. Schweinfurter StraĂe. Die StaatsstraĂe Ăźbernimmt die Verbindung Dettelbachs mit den nĂśrdlich gelegenen Gemeindeteilen. Nur regionale Bedeutung hat die KreisstraĂe KT 25, die von Neuses am Berg kommend, vor dem Dettelbacher Faltertor mĂźndet. Sie bildet die historische Verbindung zwischen der Stadt und der Mainschleifenregion.
Die Kernstadt Dettelbach besitzt heute keine Anbindung an die Schiene mehr. Im Jahr 1900 entstand allerdings im Nordwesten der Altstadt ein kleiner Bahnhof, der den Endhaltepunkt der Bahnstrecke Dettelbach Bahnhof-Dettelbach-Stadt bildete. Die Nebenstrecke wurde 1960 fĂźr den Personenverkehr stillgelegt, 1967 folgte auch das Ende des GĂźterverkehrs. Die historische Bedeutung der Stadt fĂźhrte allerdings dazu, dass der etwa 5 Kilometer sĂźdwestlich der Stadt gelegene Haltepunkt der Bahnstrecke FĂźrthâWĂźrzburg nach Dettelbach benannt wurde. â siehe auch: Bahnstrecke Dettelbach BahnhofâDettelbach Stadt
Nur noch kulturtouristische Bedeutung besitzt die historische Verbindung zwischen Mainsondheim und Dettelbach, die noch heute durch eine Wagenfähre auf dem Main garantiert wird. Das Fährrecht lag allerdings immer schon in den Händen der Mainsondheimer, sodass Dettelbach nur NutznieĂer der Fährverbindung ist. Der Main selbst war fĂźr die Stadt historisch eher unbedeutend. Die Siedlung selbst entstand am nicht schiffbaren Bach Dettel. Seit der Kanalisierung des Mains besitzt Dettelbach einen kleinen Flusshafen im Gewerbegebiet Dettelbach-Ost. â siehe auch: Mainfähre Mainsondheim
Bildung
In der Stadt Dettelbach sind heute eine Grundschule und eine Realschule angesiedelt. FĂźr die frĂźhkindliche Bildung bestehen mehrere Kindergärten. Die Mittelschule, die an die Grundschule angeschlossen war, wird seit dem Jahr 2020 abgewickelt. Erstmals urkundlich Ăźberliefert wurde eine Schule in der Stadt im Jahr 1612. Der Schulmeister musste als städtischer Angestellter einen Eid schwĂśren. Unklar ist, wo genau die Schule untergebracht war. Junge Mädchen erhielten erst im 19. Jahrhundert die MĂśglichkeit auf Schulbildung, als die Franziskanerinnen in der FalterstraĂe (ehemaliges Haus Nr. 20) eine Schule einrichteten. Die jĂźdische Gemeinde unterhielt ebenfalls eine Schule.
| Liste der Schulleiter der Volksschule | Liste der Schulleiter der Volksschule | Liste der Schulleiter der Volksschule | Liste der Schulleiter der Volksschule | Liste der Schulleiter der Volksschule | Liste der Schulleiter der Volksschule | Liste der Schulleiter der Volksschule | Liste der Schulleiter der Volksschule |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Name | Amtszeit | | | | | | |
| Sebastian KĂśhler | 1948â1964 | | | | | | |
| Anton Eberle | 1964â1972 | | | | | | |
| Lorenz RĂźttinger | 1972â1985 | | | | | | |
| Hans Bauer | 1985â2008 | | | | | | |
| Jutta Fey | 2008â2016 | | | | | | |
| Thomas Riehle | seit 2016 | | | | | | |
Während der FrĂźhen Neuzeit bestand in Dettelbach auĂerdem eine Hochschule, die von den Franziskanern in den Baulichkeiten des Klosters eingerichtet worden war. Bereits im Stiftungsbrief des Jahres 1613 ist von der profunden Ausbildung der Priester die Rede. Bis 1789 wurde der Ordensnachwuchs hier lediglich in Theologie unterrichtet. Danach fĂźhrte man auch das Studium der Kirchengeschichte ein. 1925 entstand im Kloster ein Vorbereitungsseminar fĂźr die AufnahmeprĂźfungen der Gymnasien in Bamberg und Landshut. Die Klosterschule wurde 1937 von den Nationalsozialisten aufgehoben.cite-ref-51[51]
Das Grundschulwesen in Dettelbach war noch nach dem Zweiten Weltkrieg von dezentralen UnterkĂźnften geprägt, vier Klassen waren in der ehemaligen jĂźdischen âBachschuleâ nahe dem Rathaus untergebracht. In der Stadt wurden 1945 310 SchĂźler und SchĂźlerinnen unterrichtet. Im Jahr 1952 wurden erstmals Pläne fĂźr einen zentralen Schulhausneubau in der Luitpold-Baumann-StraĂe vor dem Faltertor vorgelegt. Das neue Schulhaus wurde am 1. August 1954 seiner Bestimmung Ăźbergeben. Die Schule erfuhr in den folgenden Jahrzehnten mehrere Anbauten. Insbesondere nach der AuflĂśsung der Konfessionsschulen im Jahr 1969 erhĂśhte sich die SchĂźlerzahl dramatisch. Dettelbach bildete nun den zentralen Schulort fĂźr die späteren Gemeindeteile (auĂer Mainsondheim) und Prosselsheim/Seligenstadt.
Die Dettelbacher Rudolf-von-Scherenberg Volksschule, benannt nach dem StadtgrĂźnder und WĂźrzburger FĂźrstbischof, ist heute Teil des Schulverbandes Dettelbach-Volkach. Direkt neben dem Schulgebäude der Volksschule ist seit 1969 die Staatliche Realschule Dettelbach untergebracht.cite-ref-52[52] Die Schule wurde als Internationale Nachhaltigkeitsschule und MINT-freundliche Schule ausgezeichnet. â siehe auch: Staatliche Realschule Dettelbach
Im Jahr 1950 erĂśffnete auĂerdem eine Zweigstelle der Volkshochschule Kitzingen in Dettelbach. Die Leitung hat Iris Wienhold inne. Dettelbach ist in ein dichtes Schulnetz eingebunden. So kann die Mädchenrealschule in Volkach besucht werden. Gymnasien gibt es in MĂźnsterschwarzach (Egbert-Gymnasium), Volkach-Gaibach (Franken-Landschulheim Schloss Gaibach), Wiesentheid (Steigerwald-Landschulheim) und Kitzingen (Armin-Knab-Gymnasium).
Vereine und Verbände
PersĂśnlichkeiten
SĂśhne und TĂśchter der Stadt
Die Stadt brachte bereits im Spätmittelalter mehrere Kleriker, die in Ăźberregionalen Gremien und Institutionen wirkten. So wirkte Kilian Horn (1437â1510) im Jahr 1484 als Rektor der Universität Wien. Aus Dettelbach stammte der MĂźnsterschwarzacher Abt Paulus (â 1505). Paulus wurde 1503 zum Abt gewählt und starb bereits zwei Jahre später an der Syphilis. Wesentlich länger wirkte der Augustiner-Chorherr Johann Molitor (* 16. Mai 1576; â 20. August 1639). Er war geistlicher Schriftsteller und stand zwischen 1613 und 1639 mehrmals den Stiften Heidenfeld und Triefenstein vor. Der Abt Maurus Faber (â 1665) wurde in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts zum Rektor der Universität WĂźrzburg ernannt. Er wirkte zuvor ab 1640 als Benediktinerabt des WĂźrzburger Stephansklosters. Als KĂźnstler tat sich Johann Michael Becker (1703â1777) hervor. Mit Johann Georg Bullmann (* 1740; â 1811 in Augsburg) war in Augsburg als Verleger tätig.cite-ref-53[53]
In der zweiten Hälfte des 17. und der ersten des 18. Jahrhunderts wirkten mehrere Männer als frĂźhe Naturwissenschaftler. Johann Zacharias FĂźrst (â 1701) wurde Leibarzt des KurfĂźrsten von Trier, Johann Simon BauermĂźller (* 1679; â 1737) bekleidete den Lehrstuhl fĂźr Anatomie an der Universität WĂźrzburg. Der FĂśrster Aloys Schedel (* 1. Mai 1766; â 19. Juli 1827) legte in seiner Freizeit ein Naturalienkabinett an und wurde Mitglied der Leopoldina. Ignaz Denzinger (* 21. Juli 1782; â 7. Februar 1862) tat sich als Historiker an den Universitäten LĂźttich und WĂźrzburg hervor. Er schrieb einen Aufsatz zur Geschichte Dettelbachs. Bereits in bayerischer Zeit ging der Arzt Franz Christoph von Rothmund (* 28. Dezember 1801; â 30. November 1891) nach MĂźnchen und wurde hier Ordinarius fĂźr Chirurgie.
Michael Schmerbach (* 15. März 1824, Spitzname Bachel, â 29. März 1886 in Ettleben) gilt als Ăśrtliches âOriginalâ. Er wurde als Sohn eines Schneidermeisters in Dettelbach geboren. Schmerbach, Bruder des Pfarrers Konrad Schmerbach (1818â1879), besuchte mehrere Gymnasien, war aber wegen seiner Streiche immer vom Rauswurf bedroht. In Augsburg machte er schlieĂlich Abitur. AnschlieĂend begann er ein Studium an der Universität WĂźrzburg, dass sich insgesamt 26 Semester hinzog. Er war Assistent von Rudolf Virchow, wurde mit einer Arbeit Ăźber den Kretinismus in Franken zum Doktor der Medizin promoviert und war noch bis 1860 als freier Journalist tätig, ehe er in Rothenbuch im Spessart eine Praxis erĂśffnete, danach von 1865 bis 1878 in Burkardroth praktizierte und anschlieĂend wieder in Rothenbuch. Schmerbach verĂśffentlichte unter anderemcite-ref-54[54]cite-ref-55[55] autobiographische Textecite-ref-56[56] und versah diese mit eigenhändigen Zeichnungen.cite-ref-57[57] Er war zudem bis 1859 Herausgeber der satirischen Zeitschrift WĂźrzburger Stechäpfel.cite-ref-58[58]
Mit dem Heimatdichter Joseph Kram (* 20. Februar 1852; auch Josef; â 19. März 1874) brachte die Stadt einen KĂźnstler hervor, der vor allem in fränkischer Mundart schrieb. Ausgebildet wurde Kram als bildender KĂźnstler, so wurde er 1873 Mitglied der Kunstakademie MĂźnchen. Krams bekanntestes Werk ist der Gedichtband âKraut und Arbesâ, der kurz vor seinem Tod 1873 erschien. Jules Siber (* 30. Oktober 1871; â 24. Mai 1943 in Berlin) war Jurist, Schriftsteller, Komponist und Violinist. Er galt als âdeutscher Paganiniâ und âSonderling auf der Violineâ.
Der bekannteste Dettelbacher des 19. Jahrhunderts war Georg von Breunig (* 1. August 1855; â 6. Januar 1933). Er wurde als Georg Breunig in der Stadt geboren und 1907 nobilitiert. Zwischen 1912 und 1918 war Breunig letzter Staatsminister der Finanzen im KĂśnigreich Bayern. Als Bischof wirkte der Missionar Adalbero Fleischer (* 4. Januar 1874; â 19. März 1963), der zum DiĂśzesan von Mariannhill aufstieg. Daneben war er als Apostolischer Vikar tätig. 1888 wurde in Dettelbach der spätere CSU-Politiker Kaspar Gottfried SchlĂśr (* 17. Februar 1888; â 15. Oktober 1964) geboren. Er war Mitglied im Parlamentarischen Rat, der das Grundgesetz ausarbeitete.
Im 20. Jahrhundert entstammten der Stadt mehrere KĂźnstlerinnen und KĂźnstler. Franz Erasmus Spannheimer (* 7. November 1946; â 24. Januar 2019) war Komponist und Pianist. Ela Weber (* 13. März 1966) wurde Moderatorin in Italien. Die Schriftstellerin Susanne Glanzner (* 21. März 1977) tat sich als Schriftstellerin von Kinder- und JugendbĂźchern hervor. Johannes Wende (* 1978) ist ein Filmwissenschaftler an der HFF MĂźnchen. Sebastian Schäfer (* 1979) zog 2021 als Bundestagsabgeordneter ins Parlament ein. Oliver Kienle (* 1982) ist ein deutscher Drehbuchautor und Regisseur. Er fĂźhrte bei der Netflix-Verfilmung Isi & Ossi im Jahr 2020 Regie. Valentin Eichler (* 1980) ist ein bekannter Bratschist.
Mit Dettelbach verbunden
⢠Georg Hutter (um 1472â1531), Theologe und BĂźchersammler, Hutter vermachte dem Dettelbacher Spital seine Buchsammlung, wohl StraĂenname âHutergasseâ
⢠Hans Sachs (1494â1576), Schuhmacher und Meistersinger, Sachs besuchte in den Jahren 1557 und 1558 die Stadt und verfasste fĂźnf Reimschwänke und ein Fastnachtsspiel Ăźber die Stadt, darunter âDer bawern aderlaĂ sambt eynem zanbrecherâ und âDie dollen Bauern zu Dettelbachâcite-ref-59[59]
⢠Wilhelm von Grumbach (1503â1567), Reichsritter und Amtmann von Dettelbach und Stadtschwarzach 1528â1531 und 1541â1544
⢠Georg Meder (1536â1599), Dichter und Astronom, Meder lebte vor 1577 in Dettelbach und verĂśffentlichte hier seine Schreibkalender
⢠Eucharius Sang (um 1556â1620), Weihbischof und Schriftsteller, verfasste das sogenannte Mirakelbuch von Dettelbach
⢠Lazaro Agostino (1570â1642), Maurermeister und Baumeister, Agostino war maĂgeblich an der Errichtung der Dettelbacher Wallfahrtskirche beteiligt
⢠Dettelbacher Bildstockmeister (â nach 1612), Notname eines unbekannten Bildhauers, dessen Werkstatt wohl in Dettelbach zu finden war
⢠Georg Heydt (1619ânach 1665), Maler, Heydt lebte in Dettelbach und war Mitglied des Rates
⢠Augustin Bossi (1740â1799), italienischer Stuckateur, wohnte in Dettelbach
⢠Johann Michael Then (1814â1894), Politiker (Bayerische Patriotenpartei), Then war auĂerdem BĂźrgermeister Dettelbachs und starb im Ort
⢠Expeditus Schmidt (1868â1939), Franziskaner und Schriftsteller, Schmidt wirkte als Lektor und Professor in der Dettelbacher Klosterschulecite-ref-60[60]
⢠Friedrich Schnack (1888â1977), Schriftsteller, Schnack wuchs zusammen mit seinem Bruder Anton im Haus Bamberger StraĂe 11 auf
⢠Karl Mader (1890â1963), Politiker (SPD), Mader war 1956 bis 1963 Zweiter BĂźrgermeister von Dettelbach und starb im Ort
⢠Anton Schnack (1892â1973), Schriftsteller, Schnack wuchs zusammen mit seinem Bruder Friedrich im Haus Bamberger StraĂe 11 auf
⢠Hans Kleider (1905â1966), Unternehmer, Kleider grĂźndete 1959/1960 das Kalksteinwerk Franz J. Hovestadt/Hans Kleider, StraĂenname âHans-Kleider-StraĂeâ
⢠Karl SchlĂśr von Westhofen-Dirmstein (1911â1997), Aerodynamiker und Konstrukteur des SchlĂśrwagens, SchlĂśr von Westhofen-Dirmstein wuchs in Dettelbach aufcite-ref-61[61]
⢠Karlheinz Deschner (1924â2014), Schriftsteller, Deschner besuchte das Internat im Franziskanerkloster, er setzte sich kritisch mit dieser Zeit in seiner Autobiographie auseinander, wobei er Dettelbach als âTrauma seiner Kindheitâ bezeichnetecite-ref-62[62]
⢠Hans Bauer (1944â2022cite-ref-63[63]), Lehrer und Heimatforscher, Bauer verfasste 1977 seine Dissertation Ăźber die Stadt Dettelbach und wirkte in der Folgezeit als Stadtarchivarcite-ref-64[64]
⢠Roger Bischoff (* 1947), Bildhauer und Maler, Bischoff unterhält seit den 1990er Jahren ein Atelier in Dettelbach, seine Skulpturen aus Bruchstein prägen das Stadtbild
EhrenbĂźrger
⢠Leopold Bing (* 1819, Ernennung 1887, â 1894), Arzt, betreute die Verwundeten der Kriege 1866 und 1870/1871cite-ref-65[65]
⢠Friedrich Roth (Ernennung 1895), Pfarrer von Dettelbach (1885â1895), Stifter
⢠Franz Fenn (* 1820, Ernennung unklar, â 1905), Pfarrer in Laibachcite-ref-66[66]
⢠Luitpold Baumann (* 1844, Ernennung 1896, â 1919), BĂźrgermeister und Abgeordneter
⢠Michael GĂśbel (* 1860, Ernennung 1896, â 1950), Oberlehrer in Dettelbach, Autor, StraĂenname: âMichael-GĂśbel-StraĂeâ
⢠Konrad Lippert (* 1847, Ernennung 1925, â 1927), Pfarrer von Dettelbach (1895â1925), Stifter
⢠Anton Hartmann (* 1861, Ernennung 1930, â 1938), Regierungsrat am Rentamt Dettelbach
⢠Michael Hauser (* 1891, Ernennung 1932, â 1941), Fabrikant in Augsburg, Stifter
⢠Burkhard WeiĂenberger (* 1885, Ernennung 1958, â 1962), Pfarrer von Dettelbach (1937â1958)
⢠Karl Wolf (* 1878, Ernennung 1958, â 1964), Oberlehrer von Neuses am Berg und Dettelbach, Stiftercite-ref-67[67]
Literatur
⢠Hans Bauer: Das Rathaus 1512â2012. 500 Jahre Rathaus Dettelbach (= Dettelbacher KunstfĂźhrer Bd. 2). Dettelbach 2012.
⢠Hans Bauer: Dettelbach. Geschichte einer romantischen Stadt am Main und ihrer Ortsteile. Dettelbach 1983.
⢠Hans Bauer: Die kulturlandschaftliche Entwicklung des alten Amtes Dettelbach seit dem 16. Jahrhundert (= Mainfränkische Studien Bd. 17/I u. 17/II). Wßrzburg 1977.
⢠Hans Bauer: Mirakelbilder. Die Wunder der Marienwallfahrt nach Dettelbach. Dettelbach 2016.
⢠Hans Bauer: Sagen und Geschichten aus Dettelbach. Dettelbach 1999.
⢠Stadt Dettelbach (Hrsg.): Dettelbach 1484â1984. Festschrift und kleine Charakteristik einer 500jährigen Stadt. Dettelbach 1984.
Weblinks
Commons
: Dettelbach (Dettelbach)
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Dettelbach (Hauptort der Stadt) in der Ortsdatenbank von bavarikon.
Einzelnachweise
cite-note-gemarkung-11. Gemarkung Dettelbach (091135). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 7. Januar 2026.
cite-note-ovb1987-21. Bayerisches Landesamt fßr Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis fßr Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. Mßnchen November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 364 (Digitalisat).
cite-note-33. â Stadt Dettelbach, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium fĂźr Digitales, abgerufen am 7. Januar 2026.
cite-note-44. â Ferdinand Leuxner: Vom Wachs und einer Kerze. Menschen und Bienen in zwei Wunderberichten zur Wallfahrt nach Dettelbach. In: Mainfränkisches Jahrbuch fĂźr Geschichte und Kunst Bd. 75 (2023). S. 269 f.
cite-note-55. â Webkarte. ALKISÂŽ-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 7. Januar 2026.
cite-note-66. â Hans Bauer: Von der Steinzeit bis zum Stadtjubiläum â ein kurzer RĂźckblick auf die Dettelbacher Stadtgeschichte. In: Stadt Dettelbach (Hrsg.): Dettelbach 1484â1984. Festschrift und kleine Charakteristik einer 500jährigen Stadt. Dettelbach 1984. S. 18 f.
cite-note-77. â Hans Bauer: Dettelbach. Geschichte einer romantischen Stadt am Main und ihrer Ortsteile. Dettelbach 1983. S. 10.
cite-note-88. â Hans Bauer: Dettelbach. Geschichte einer romantischen Stadt am Main und ihrer Ortsteile. Dettelbach 1983. S. 12.
cite-note-99. â Hans Bauer: Die kulturlandschaftliche Entwicklung des alten Amtes Dettelbach seit dem 16. Jahrhundert (= Mainfränkische Studien Bd. 17/I). WĂźrzburg 1977. S. 8â10.
cite-note-1010. â Hans Bauer: Von der Steinzeit bis zum Stadtjubiläum â ein kurzer RĂźckblick auf die Dettelbacher Stadtgeschichte. In: Stadt Dettelbach (Hrsg.): Dettelbach 1484â1984. Festschrift und kleine Charakteristik einer 500jährigen Stadt. Dettelbach 1984. S. 23â26.
cite-note-1111. â Max StĂścklein: Geschichte des Dekanats, der Pfarrei und der Pfarrkirche zu Dettelbach. In: Stadt Dettelbach (Hrsg.): Dettelbach 1484â1984. Festschrift und kleine Charakteristik einer 500jährigen Stadt. Dettelbach 1984. S. 42 f.
cite-note-1212. â Hans Bauer: Mirakelbilder. Die Wunder der Marienwallfahrt nach Dettelbach. Dettelbach 2016. S. 27â40.
cite-note-1313. â Hans Bauer: Von der Steinzeit bis zum Stadtjubiläum â ein kurzer RĂźckblick auf die Dettelbacher Stadtgeschichte. In: Stadt Dettelbach (Hrsg.): Dettelbach 1484â1984. Festschrift und kleine Charakteristik einer 500jährigen Stadt. Dettelbach 1984. S. 28.
cite-note-1414. â Hans Bauer: Dettelbach. Geschichte einer romantischen Stadt am Main und ihrer Ortsteile. Dettelbach 1983. S. 22â30.
cite-note-1515. â Hans Bauer: Warum heiĂt Dettelbach eigentlich âDettelbachâ? (= Dettelbacher Geschichtsblätter Nr. 284/37. Jhg.). Dettelbach 2011. O. S.
cite-note-1616. â Michael Steinbacher: Der Dettelbach â der lebhaft tänzelnde, sich leicht zärtlich und spielerisch bewegende Bach? (= Dettelbacher Geschichtsblätter Nr. 312/41. Jhg.). Dettelbach 2015. O. S.
cite-note-1717. â Monika Fritz-Scheuplein, Almut KĂśnig, Sabine Krämer-Neubert, Norbert Richard Wolf: DreidĂśrfer Narrn stehn auf drei Sparrn. Ortsnecknamen in Unterfranken. WĂźrzburg 2012. S. 50.
cite-note-wappen-182. Haus der Bayerischen Geschichte: Wappen Dettelbach, abgerufen am 4. Juli 2019.
cite-note-1919. â Hans Bauer: Das Rathaus 1512â2012. 500 Jahre Rathaus Dettelbach (= Dettelbacher KunstfĂźhrer Bd. 2). Dettelbach 2012. S. 54 f.
cite-note-203. Hermann Kleinhenz: Dettelbacher Bßrger (Teil 7) (= Dettelbacher Geschichtsblätter Nr. 155, 20. Jhg.). Dettelbach 1994. O. S.
cite-note-214. Hermann Kleinhenz: Dettelbacher Bßrger (Teil 6) (= Dettelbacher Geschichtsblätter Nr. 154, 20. Jhg.). Dettelbach 1994. O. S.
cite-note-225. Hermann Kleinhenz: Dettelbacher Bßrger (Teil 3) (= Dettelbacher Geschichtsblätter Nr. 151, 20. Jhg.). Dettelbach 1994. O. S.
cite-note-236. Hermann Kleinhenz: Dettelbacher BĂźrgermeister von 1900 bis heute. In: Stadt Dettelbach (Hrsg.): Dettelbach 1484â1984. Festschrift und kleine Charakteristik einer 500jährigen Stadt. Dettelbach 1984. S. 83 f.
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cite-note-269. Hans Bauer: Die kulturlandschaftliche Entwicklung des alten Amtes Dettelbach seit dem 16. Jahrhundert (= Mainfränkische Studien Bd. 17/I). Wßrzburg 1977. S. 49.
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cite-note-2811. Hans Bauer: Die kulturlandschaftliche Entwicklung des alten Amtes Dettelbach seit dem 16. Jahrhundert (= Mainfränkische Studien Bd. 17/I). Wßrzburg 1977. S. 103.
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cite-note-3232. â Hans Bauer: Dettelbach. Geschichte einer romantischen Stadt am Main und ihrer Ortsteile. Dettelbach 1983. S. 312â332.
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cite-note-3415. Anton Eberle: Die zwĂślf MĂźhlen in Dettelbach. In: Im Bannkreis des Schwanbergs 1966. Heimat-Jahrbuch aus dem Landkreis Kitzingen. Kitzingen 1966. S. 118â128.
cite-note-3535. â Konrad Reinfelder: Klosterbräu - Sternbräu - Weingut. Ein Beitrag zur Geschichte der Sternbräu Dettelbach (= Dettelbacher Geschichtsblätter Nr. 181, 22. Jhg.). Dettelbach 1997. O. S.
cite-note-3636. â Hans Bauer: Aus der Geschichte der Sternbräu Dettelbach (= Dettelbacher Geschichtsblätter Nr. 57, 8. Jhg.). Dettelbach 1983. O. S.
cite-note-3737. â Dettelbach: Kolpingmuseum, abgerufen am 6. Mai 2021.
cite-note-3838. â Dettelbach: Heimatmuseum Haslau, abgerufen am 6. Mai 2021.
cite-note-3939. â Peter Achtmann: Achtmann. Dettelbach - Am Faltertor. Muskazinenbäckerei seit 1880. Faltblatt von ca. 2015.
cite-note-4040. â Albert FuĂ: Pilgervolk â Der Skulpturenweg in Dettelbach. In: Jahrbuch fĂźr den Landkreis Kitzingen. Im Bannkreis des Schwanbergs 2014. Dettelbach 2014. S. 29â44.
cite-note-4141. â Hans Bauer: Sagen und Geschichten aus Dettelbach. Dettelbach 1999. S. 9â12.
cite-note-4242. â Hans Bauer: Sagen und Geschichten aus Dettelbach. Dettelbach 1999. S. 13 f.
cite-note-4343. â Hans Bauer: Sagen und Geschichten aus Dettelbach. Dettelbach 1999. S. 14 f.
cite-note-4444. â Hans Bauer: Sagen und Geschichten aus Dettelbach. Dettelbach 1999. S. 53 f.
cite-note-4545. â Corinna Petzold: Die Entwicklung des Tourismus im Landkreis Kitzingen nach 1945. In: Jahrbuch fĂźr den Landkreis Kitzingen. Im Bannkreis des Schwanbergs 2012. Dettelbach 2012. S. 271 f.
cite-note-4646. â Hans Bauer: Die Geschichte des Weinbaus in Dettelbach. In: Stadt Dettelbach (Hrsg.): Dettelbach. 1484â1984. Festschrift und kleine Charakteristik einer 500jährigen Stadt. Dettelbach 1984. S. 116â122.
cite-note-4747. â Hans Ambrosi, Bernhard Breuer: Deutsche Vinothek: Franken. Begleiter zu den Weinberg-Lagen, Winzern und ihren KĂźchen. Herford2 1993. S. 50â52.
cite-note-4848. â Altstadt-Weinfest-Dettelbach: Programm und Infos, abgerufen am 24. Mai 2019.
cite-note-4916. Regierung von Unterfranken: Weinbergslagen in Bayern gegliedert nach Bereichen (Memento vom 28. Juli 2018 im Internet Archive), PDF-Datei, abgerufen am 16. Mai 2019.
cite-note-5017. Ambrosi, Hans (u. a.): Deutsche Vinothek: Franken. S. 237.
cite-note-5151. â Raphael Konrad: Die Wallfahrt und die Franziskaner in Dettelbach. In: Stadt Dettelbach (Hrsg.): Dettelbach. 1484â1984. Festschrift und kleine Charakteristik einer 500jährigen Stadt. Dettelbach 1984. S. 81.
cite-note-5252. â Dieter Forster: 15 Jahre Staatliche Realschule Dettelbach. In: Stadt Dettelbach (Hrsg.): Dettelbach. 1484â1984. Festschrift und kleine Charakteristik einer 500jährigen Stadt. Dettelbach 1984. S. 176â180.
cite-note-5353. â Deutsche Biographie: Bullmann, Johann Georg, abgerufen am 14. Juni 2024.
cite-note-5454. â Vgl. Axel W.-O. Schmidt: Neues von Michael Schmerbach Franconiae WĂźrzburg. âBachelâ, der ewige Student, als Chronist WĂźrzburger Geschichte. In: Einst und Jetzt. Band 36, 1991, S. 167â175.
cite-note-5555. â Vgl. auch Michael Schmerbach: Tod: wo ist dein Stachel? Oder groĂes medizinisches Lehrgedicht. Bonitas Bauer, WĂźrzburg, 1856.
cite-note-5656. â Vgl. etwa Michael Schmerbach: Bacheliade. J. Wohlfahrt, WĂźrzburg 1857.
cite-note-5757. â Hans Bauer: Sagen und Geschichten aus Dettelbach. Dettelbach 1999. S. 40â43.
cite-note-5858. â Andreas Mettenleiter: Das Juliusspital in WĂźrzburg. Band III: Medizingeschichte. Herausgegeben vom Oberpflegeamt der Stiftung Juliusspital WĂźrzburg anlässlich der 425jährigen Wiederkehr der Grundsteinlegung. Stiftung Juliusspital WĂźrzburg (Druck: Bonitas-Bauer), WĂźrzburg 2001, ISBN 3-933964-04-0, S. 453â454, 839 und Ăśfter.
cite-note-5959. â Hans Bauer: Der Meistersinger Hans Sachs und die Stadt Dettelbach (= Dettelbacher Geschichtsblätter Nr. 66, 10. Jhg.). Dettelbach 1984. O. S.
cite-note-6060. â Hermann Kleinhenz: Dettelbacher BĂźrger (Teil 8) (= Dettelbacher Geschichtsblätter Nr. 156, 20. Jhg.). Dettelbach 1994. O. S.
cite-note-6161. â Hermann Kleinhenz: Dr. Ing. Karl SchlĂśr von Westhoffen-Dirmstein (= Dettelbacher Geschichtsblätter Nr. 136, 17. Jhg.). Dettelbach 1992. O. S.
cite-note-6262. â Hans Bauer: â...kommâ ich nach Dettelbach!â Der Schriftsteller Karlheinz Deschner und seine Hassliebe zu Dettelbach (= Dettelbacher Geschichtsblätter Nr. 303/40. Jhg.). Dettelbach 2014. O. S.
cite-note-6363. â Main-Post: Heimatpfleger Hans Bauer ist tot. Mahner fĂźr das Fränkische verstummt, abgerufen am 15. Januar 2022.
cite-note-6464. â Hans Bauer: Die kulturlandschaftliche Entwicklung des alten Amtes Dettelbach seit dem 16. Jahrhundert (= Mainfränkische Studien Bd. 17/II). WĂźrzburg 1977. S. 522.
cite-note-6565. â Hermann Kleinhenz: Dettelbacher BĂźrger (= Dettelbacher Geschichtsblätter Nr. 149, 20. Jhg.). Dettelbach 1994. O. S.
cite-note-6666. â Hermann Kleinhenz: Dettelbacher BĂźrger (= Dettelbacher Geschichtsblätter Nr. 150, 20. Jhg.). Dettelbach 1994. O. S.
cite-note-6767. â Hermann Kleinhenz: Dettelbacher EhrenbĂźrger. In: Stadt Dettelbach (Hrsg.): Dettelbach. 1484â1984. Festschrift und kleine Charakteristik einer 500jährigen Stadt. Dettelbach 1984. S. 86â89.